Retter in der Not – Medi-Pack auf Tour

Für die Touren in diesem Frühjahr und in den Sommermonaten haben die meisten Radfahrer das Equipment schon wieder parat. Doch viele fahren fast immer ohne Medi-Pack. Das muss nicht sein. Klein, günstig, hilfreich. In diesem Artikel zeigen wir Euch, wie nützlich so ein kleines Notfall-Set ist und wo man es bekommt.

Warum nicht mit Medi-Pack unterwegs?

In vielen Supermarktketten und Drogerieregalen sind kleine Medi-Packs oder auch Erste-Hilfe-Sets / Traveller-Sets erhältlich. Sie kosten nicht viel Geld und sind je nach Größe unterschiedlich ausgestattet. Bei unseren Outdoor-Expeditionen auf unserem anderem Magazin und YT-Kanal haben wir solche Packs in jeden Rucksack dabei und auch schon im Notfall im Einsatz gehabt. Warum also nicht bei der Fahrradtour mitnehmen? Hier ist das Verletzungsrisiko doch eigentlich viel höher. Stürze bei Einzel- oder Gruppenfahrten kommen doch einmal öfter vor. Schnell hat man nicht auf den Vordermann geachtet und kracht ihm scheppernd in sein Rad. Ein Sturz im Wald auf einem einsamen Trail und das Knie schrammt über die Wurzeln, was nun tun?

So preiswert kann es werden. Unser Schnäppchen des Jahres


Wir haben in einem Supermarkt kürzlich wieder solche Sets gefunden. Sie waren von 5,99€ auf sage und schreibe 4,01€ reduziert. Natürlich haben wir da wieder zugegriffen und es mal auseinander genommen.

Alles gut verpackt und trotzdem noch Platz


Mit 32 Teilen verspricht die Inhaltsliste eine ausreichende Versorgung an Erste-Hilfe-Material im Notfall.

Die Inhaltsliste des Notfallhelfers

Mit zahlreichen Binden, Kompressen, Pflaster und einer Schere sind diese Sets eigentlich ideal für die Wundversorgung direkt nach einem Sturz. Einziger Makel: Die kleine Schere verdient den Namen irgendwie nicht.

Die Verpackung des Sets ist noch groß genug um eventuell benötigte persönliche Medikation mitzuführen. Kopfschmerztabletten, was gegen Magenbeschwerden oder einfach ein paar Vitamin- oder Mineralstofftabletten separat verpackt, haben hier auf jeden Fall auch noch Platz. Auch ein kleines 10ml-Fläschchen Desinfektionsmittel würde noch hineinpassen. Übrigens passt auch noch eine kleine medizinische Maske oder das Äquivalent als FFP2.

Fazit: Packt euch auf der nächsten Tour mit dem Gravelbike, Rennrad oder Mountainbike mal so ein Erste-Hilfe-Set in die Sattel- oder Trikottasche. Alleine das Wissen, dass man sich im Falle des Falles halbwegs fachgerecht selbst versorgen kann, bis vielleicht ein Arzt, Rettungswagen oder familiärer Abholdienst kommt, ist wirklich Gold wert. Es wiegt kaum und in der Trikottasche wäre es wirklich ein sinnvoller Begleiter. Wer keine Taschen frei hat, kann es auch mit Kabelbindern unter den Sattel zwischen Satteltasche und Sattelstütze klemmen. Es findet sich bestimmt ein Platz. Selbst im Dreieck über dem Tretlager könnte es aerodynamisch mitfahren und ist im Fall der Fälle noch immer griffbereit.

Verbundene Grüße

//O.F.