Wintertraining für Radfahrer mit Apple Fitness+ im Test

Wenn die Temperaturen vor der Haustür irgendwo um den Gefrierpunkt liegen, mag man eigentlich nicht zu einer Trainingsrunde aufbrechen. Wie kann man als Radsportler über Winter trotzdem halbwegs fit bleiben? Wir haben Apples neuen Service Fitness+ getestet.

Apple Fitness+ – Bringt’s das für Radfahrer im Wintertraining?

Man hat ja als Hobbysportler auch in der kalten Jahreszeit ein paar Möglichkeiten, mit dem Renner oder Mountainbike unterwegs zu sein. Doch oft genug ist das Wetter so ungemütlich, dass man gar nicht mehr an die frische Luft kann. Jetzt werden in vielen Fällen die sportlichen Möglichkeiten schon eingeschränkt. Nicht jeder hat ein kleines Sportstudio in der Scheune oder einen adäquaten Keller mit entsprechenden Räumlichkeiten. Was bleibt ist dann oft nur das Wohnzimmer und die Notwendigkeit, sich zur sportlichen Betätigung selbst zu motivieren. Wir wissen ja alle, dass das genauso gut klappt, wie die morgendliche Runde durch den Park zu laufen. Eher mittel, oder?

Einmal koppeln mit der Uhr und es kann losgehen.

Natürlich gibt es Fitness-Apps für die Smartphones, Tabletts und Computer oder hunderte Übungskurse auch auf Youtube für das häusliche Training. Hier ist aber das Angebot längst so groß und unübersichtlich, dass man sich bisweilen schon etwas schwer tut, hier die richtige Session zu finden. 

Wähle Dein Training und starte mit verschiedenen Instruktoren

Apple brachte im vergangenen Jahr seine eigene App mit dem Namen  Fitness+ für den Apple TV, iPhones und iPads heraus. Ziel war es, verschiedene Arten von Trainings in eine App zu bringen um in selbiger die Vielfalt und etwas mehr Übersichtlichkeit zu suggerieren. Na gut, ursprünglich wollte Apple nur einen Anbieter mit der gleichen Idee aufkaufen. Als der Versuch mehrfach scheiterte haben sie es halt aus Frust selbst gemacht. 😉 Und sie haben es gut gemacht, dass können wir schon mal vorab sagen. Wir haben uns die App auf dem Apple TV aktiviert und extra einen großen TV-Screen ins Studio gestellt. Bei der erstmaligen Benutzung gibt es 30 Tage Gratis-Training für alle Sessions und alle Schwierigkeitsstufen. Keine Probe-Abo-Fallen-Einschränkungen hinterher oder sonstiger Käse. Das ist schon mal sehr löblich. Nach den 30 Tagen kostet die App 10 Euro im Monat oder 80 Euro, wenn man den Jahressalär bezahlt. Gleich noch mal 4 Monate gespart und das bei Apple. 😉 Eine Apple Watch ist erforderlich, damit die Körperdaten (Puls und Bewegungsringe) auf dem Monitor angezeigt werden können.

Was nützt Apple Fitness+ für Radfahrer? 

Cool Down Entspannung, Yoga, Meditation, HIIT-Training, Krafttraining mit Kleingeräten,  Pilates, Tanzen und wenn man Geräte hat oder nutzen will auch Rudern, Laufband und Radfahren sind die Trainings, die in der App integriert sind. 

Mit Yoga Fehlhaltungen korrigieren, Bänder und Muskeln dehen – Probiert es aus. 

Das ist schon ganz ordentlich für das Heimtraining. Apple Fitness+ gibt es nunmehr seit Oktober/November auch für den deutschsprachigen Raum, wobei man leider die Instruktoren der Sessions nicht in Deutsch hat sondern Untertitel. Letztere benötigt man aber nicht, denn “Push!”, “Push!”, “Push!” oder “Left Arm up” versteht man auch so und falls nicht, sieht man es ja. Bei jeder Session gibt es drei Instruktoren, die die Übungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden vormachen. 

Was kann man als Radfahrer nun mit der App trainieren? 

Natürlich sind die HIIT-Sessions und Krafttraining interessant. Das gibt in der Nebensaison die nötige Power für den Neustart im Frühjahr. Man kann hier zwischen verschiedenen Trainings mit und auch ohne Gewichte oder Hilfmittel wählen. (Nebenbei kann man aber auch schauen, was man denn so bräuchte und im Lieblingssportshop mal was bestellen.) 

Wer einen Rollentrainer besitzt, kann mit den Radfahr-Trainings der App viel Spaß haben und motiviert durch verschiedene Instruktoren seine Sessions abreißen. Ich mag Radfahren mit Tyrell und Kym. Beide motivieren gleichermaßen und die Reifen werden ordentlich warm dabei. 

Mit eigenem Hometrainer nicht nur bei Swift fahren sondern motiviert mit Trainer

Ebenso wichtig ist Yoga. Ständig eine falsche Haltung auf dem Rad oder auch auf Langstreckentouren belasten den Stützapparat und hier kann man mit Yoga sehr viel wieder “geradebiegen”.  Verschiedene Instruktoren zeigen auch hier verschiedene Ausführungen von Schwierigkeitsstufen. Wer jetzt sagt: “Ok, aber mit meiner Corona-Wampe ist Yoga nichts für mich!”, dem kann ich nur entgegnen, dass in einigen Yoga-Sessions eine hochschwangere Instruktorin mitgewirkt hat. Mehr Beweis, dass es funktioniert geht ja nun wirklich nicht. Und selbst Jonelle ist nun nicht die Zarteste unter den Elfen (kann sich aber besser verbiegen als ich 😉 ) Faule Ausreden zählen also nicht! 

Achtsames Cool-Down ist ein netter neuer Trend, der die Aufmerksamkeit auf Wesentlichkeiten, auf Geräusche, Licht und andere Einflüsse verstärkt. Auch das kann bei einer Radtour vielleicht nützlich sein. Viel zu oft fährt man seine Hausstrecke alleine und ziemlich gedankenversunken. Da bekommt man vieles gar nicht richtig mit. 

Apple Fitness+ – Wem nützt es was? 

Hast Du bereits eine Apple Watch und eine Apple TV Box? Dann probier es ruhig aus. Nutze den Probemonat und vielleicht auch noch die Zeit, bis Du selbst wieder auf’s Rad kannst. Die Fernsehgeräte werden ja irgendwie auch immer größer und alles ab 50″ aufwärts bringt Dich schon gut ins Studio-Feeling. Ohne TV-Box geht es zwar auch auf dem iPhone oder Tablet, doch das ist nicht ganz so optimal. Ich habe es auf meinem iPad von 2021 ausprobiert aber irgendwie ist mir da das Display zu klein. Uhr und Fernseher sind hier wirklich die Idealkombination.  Meine klare Empfehlung hierzu. 

Hast Du noch keine Apple Watch und keinen Apple TV und willst Dir auch eigentlich keine kaufen? Dann lass es lieber. Da gibt es andere Alternativen. Die Uhr wird zwingend benötigt, damit die Ringe und das eigene Training angezeigt wird und nur mit dem Apple TV macht es auf dem heimischen Fernsehgerät wirklich Spaß. Vielleicht sind YouTube-Kurse am Smart-TV doch die bessere Wahl. 

 

Mein Fazit zu Apple Fitness+

Für mich und meinem Kadaver ist Apple Fitness+ eine ziemlich gute Sache. Mit Yoga ziehe ich meine verspannten Bänder und Muskeln wieder gerade, mit der Meditation stärke ich meine Konzentrationsfähigkeit, mit dem Rollentrainer-Training bleibt der Kreislauf in Schwung und letztlich purzeln auch ein paar Pfunde beim HIIT-Training. 10 Euro im Monat, die sich für mich absolut lohnen und meinen Nachbarn immer indirekt mitteilen, wann ich im Studio bin. 😉 Die App ist gut gemacht und übersichtlich und die Trainings – trotz oder vielleicht auch wegen des US-Styles – sehr motivierend, am Abend oder Vormittag mal schnell für 20 oder 30 Minuten alle andere Arbeit beiseite zu legen.  

Ob es für mich und meine Leistungen im Frühjahr oder Sommer auf dem Rad wirklich was bringt, wird die Zeit zeigen. Wenigstens “rostet” man damit nicht ein. Ich lass’ mein Abo noch eine Weile, denn das kleine Fitness-Studio aus der Apple TV-Box holt mich oft genug vom Rechner weg und macht mich fit für das Frühjahr. 

Ausprobierte Grüße

//O.F.

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