Vätternrundan 2013 – Olli’s Tortour – Trainingstagebuch – Teil 1

[section_title title=Projekt Vätternrundan 2013 – Olli’s Tor-Tour]
Hier könnt Ihr das komplette Trainingstagebuch von “Olli’s TorTour – Vätternrundan 2013” lesen. Es wurde aus dem eigenen Weblog von blogspot importiert und hier neu zur Verfügung gestellt. Jeder Artikel hat mehrere Unterseiten und ist grob in Teile sortiert worden.

Teil 1 – Olli’s Tor-Tour – Projekt Vätternrundan 2013

Projekt Vätternrundan 2013 - 300km Radtour
Projekt Vätternrundan 2013 – 300km Radtour

Update März 2016

Der Teil 1 enthält die Basis-Seiten des alten Trainingsblogs, Teamaufstellung, Konditionsdaten, Materialzusammenfassung.

Die Blogpostings werden überarbeitet und mit gleichem Veröffentlichungsdatum wie auf dem ursprünglichem Blog einzeln hier eingefügt oder nach Bedarf auch hier in Teilberichten in monatlicher Sortierung zusammengeführt. Der ursprüngliche Blog auf blogspot wurde gelöscht. 

Los gehts’s –

Warum dieses Blog?

Warum dieses Blog, wenn man einfach nur mal Fahrrad fahren will?

Na ja. Eigentlich wollen wir nicht einfach mal nur Fahrrad fahren. Das Team aus diesem Blog will sich die größte Radrundfahrt Skandinaviens im Sommer 2013 antun. Die Rede ist, wie der Blogtitel schon sagt, von der Vätternrundfahrt. 300 km um den Vätternsee herum.

Schaffen! ist das Primärziel und in 12 Stunden heißt das Sekundärziel von Mario und mir.

Es ist vielmehr ein Notizblog. Oder auch ein Berichtsheft, ein Trainingsbuch, ein Anleitungsbuch oder auch die Motivationsquelle für andere Radsportbegeisterte, die sich an Radrennsport wagen wollen. Ob es das letztlich auch wird, werden wir demnächst sehen.

Grundsätzlich wären die Ziele fast spielend erreichbar, wenn man regelmäßig fahren würde. Wer schon einmal 50, 100 oder +200 Kilometer auf dem Fahrradsattel verbracht hat, lächelt darüber vielleicht. Doch wir zäumen das Pferd von der Pike neu auf, denn auch wenn wenigstens bei mir die Idee dazu schon seit Jahren im Kopf herumgeistert, haben wir derzeitig (Anfang August 2012) weder brauchbare Räder für das Training, keine Kilometer auf der Uhr (von Radfahrten zum Supermarkt mal abgesehen) und noch weniger Kondition und Kraft für diese Strecke.

Wir trainieren es uns an. Es ist unsere Herausforderung und unser Blog über das Training, Fortschritte, Technik, verfügbares und gewünschtes Material, Tour- und Trainings-Routen und alles, was uns dazu einfällt. Radrennsport ist leider kein besonders preiswertes Hobby. Material, Räder, Kleidung und nicht zuletzt die Tour selbst kostet uns jede Menge Geld, wie wir feststellen müssen.

Dieser Blog gehört zu meinen “endlichen” Projekten. Das bedeutet, dass er mit zwei bis drei Postings nach dem Event im Juni, hier dann nicht mehr geschrieben wird. Er wird aber in den Suchmaschinen verbleiben, denn als Blogger mache ich natürlich alles, um den Blog so weit wie möglich in die Serps zu bekommen.  Bis dahin ist aber noch jede Menge Zeit und wir werden hier alles posten, was uns zum Thema Radtour, Radsport, Training und so weiter einfällt.

Natürlich soll dieses Blog auch etwas an Spenden für unser Projekt von den Lesern dieser Seite generieren, die nach der Lektüre unserer Artikel das Projekt unterstützen wollen, damit wir uns die doch teure Technik wie Rennräder, Bekleidung und mehr zulegen können. Wer nicht spenden möchte, kann gerne auch die eingeblendeten Partner aus der Werbung besuchen. Diese Klicks generieren uns ebenfalls etwas Werbeeinnahmen, welche wir ausschließlich für das Vätternprojekt verwenden wollen.

Für alle, die sich für eine Spende via Paypal oder in Sachwerten (Technik und Equipment) entscheiden und das Projekt so unterstützen, gibt es natürlich die Spenderliste auf dieser Seite.

Viel Spaß auf diesem Blog wünschen

//O.F. und Mario B.

Hinweis: Weiter geht es in den Bereichsartikeln in der Box unterhalb dieses Artikels.

[section_title title=Das Ziel und das Team]

Ist der Weg wirklich das Ziel?

So sieht sie aus, die Strecke, die sich das Team im Frühsommer 2013 zumutet. Den Vätternsee in Schweden gilt es zu umrunden.

Vätternsee in Schweden. Mit dem Rad sind 300km zu absolvieren
Vätternsee in Schweden. Mit dem Rad sind 300km zu absolvieren

Das jährliche Radsportevent in Schweden für Amateure, lockt alleine für die Long-Tour über die komplette Strecke 15.000 Teilnehmer. Circa 14.000 Teilnehmer von ihnen kommen auch tatsächlich wieder an.

Zusätzlich gibt es noch eine Halb-Vättern-Strecke mit 150km und eine Mädchen-Strecke mit 100km.

Doch das Team will den See! 

Es will ihn ganz!

Und es will ihn in 12 Stunden! 

Die Tour beginnt in Motala und führt einmal auf größeren und kleineren Straßen um den See herum. Wie gesagt. 300km. Um es in 12 Stunden (inkl. Pausen) zu schaffen, ist ein Schnitt von mindestens 28 km/h notwendig.

Kontrollpunkte sind an verschiedenen Punkten der Strecke eingerichtet, damit digitale Transponder der Teilnehmer eingelesen werden können, man eine Toilettenpause machen kann und natürlich Verpflegung und Flüssigkeit zu sich nehmen kann. Es ist ein Streckenmix aus flachen und leicht bergigen Straßen, wobei einige Anstiege nicht besonders hoch aber dafür extrem lang sind. Das bedeutet auch, dass der rein rechnerische Schnitt von 28 eher für die Katz ist, wenn man die 12-Stunden knacken will.

Wer sich selbst aktiv auf einem Fahrrad bewegt und Unebenheiten auf seiner Hausstrecke überwinden muss, kennt das Problem. Man kommt mit relativ gutem Schwung an und wird schnell sehr langsam und quält sich den Berg hoch um oben ausgepowert wieder Fahrt aufzunehmen. Bis zur nächsten Steigung. Profiteams haben 2010 bewiesen, dass es möglich ist, die 7-Stunden-Marke zu knacken. Mit 7 Stunden und 06 Minuten haben sie schon mal an der Marke gewackelt. Der Durchschnitt der Amateure benötigt aber deutlich länger. 10 bis 14 Stunden sind gute Zeiten. Einige Teilnehmer benötigen noch länger, doch auch die kommen im Ziel an.

Die Herausforderung ist die Zeit, die man benötigt, den See zu umfahren. Je länger man braucht, desto schwerer wird es. Desto kraftraubender wird jeder einzelne Meter, wenn man bislang nur +1ookm-Strecken gefahren hat. Die Kraft und die Durchschnittsgeschwindigkeit muss über viele Stunden gehalten werden. Dazu kommen noch die Kontrollpunkte und körperlichen Pausen. Man ist ja schließlich kein Profi.

Wir bloggen hier über Training, Technik und unsere Vorbereitung auf dieses Event als “blutige Radsportanfänger”, die bis heute (Stand Ende August 2012) noch nichteinmal eine 30-km-Strecke am Stück gefahren haben. Ein Zehntel dessen, was zu erreichen ist. Und das noch nicht einmal erledigt.

Wir berichten und planen, trainieren und stellen uns im Training jede Woche neue Herausforderungen für ein Ziel:

Vätternrundan 2013 in 12 Stunden

Das Team für das Projekt Vätternrundan 2013

Natürlich hat das Projekt auch ein Team. Derzeitig sind es ein Radsport-Newbie aus Stralsund und ein erfahrenerer Radpilot aus der Hansestadt Hamburg. Vielleicht werden wir auch durch diesen Blog noch einige Interessierte gewinnen, die Tour mit uns gemeinsam zu fahren.

(Bild wegen Upgrade entfernt)

Das jährliche Radrennen rund um den Vätternsee in Schweden soll, so wenigstens der Plan, von uns

im Juni 2013 gefahren werden. Wir wollen einmal herum und den Vätternsee umrunden und das auch noch in einer bestimmten Zeit. Der durchtrainierte Hamburger Radsportler wird da möglicherweise weniger Probleme haben als der Berufsblogger, der mit knapp 40 nochmals alle sportlichen Register ziehen will.

12 Stunden wollen wir uns als Zeitfaktor setzen, wobei hier ein temporärer Kilometerdurchschnitt von 26 erforderlich ist. Zwischenstopps an Kontrollpunkten und Pausen sind dabei noch nicht eingerechnet.

Unser derzeitiger Trainingszustand für dieses Projekt: eher miserabel. Trainiert ja, aber an Kraft und Kondition mangelt es noch. Dies soll sich aber bis zum Sommer 2013 noch ändern und die Trainingsfortschritte, Touren und vieles mehr auf dieser Webseite verewigt werden.

In den Artikeln und Kategorien findet Ihr zukünftig alles, was uns beide so zum Radsport, zu unserem Kraftakt und zu Radtechnik und Training einfällt.

[section_title title=Die Projektbikes und Wunschlisten]

Die Räder und Wunschlisten für die Tour

Für eine 300km-Radtour benötigt man auch das passende Material. Mit einem “Trekking-Spezial” ist die Strecke zwar zu schaffen, doch unmöglich in der sich selbst vorgegebenen Zeit. Zudem ist die Belastung für Körper und Material extrem hoch.

Unser Plan ist daher folgender:

Wir trainieren uns auf preiswerten, gebrauchten und dadurch etwas schwereren Rädern auf ein Trainingslevel, welches die Strecke in der vorgegebenen Zeit auch realisierbar macht.

Das Rennen soll dann mit neuerem und mindestens 2 kg leichterem Gerät gefahren werden.

Soweit so gut. Die bisher zum “antesten” genutzten “Trekking-Spezial” sind mit 17,5 kg entschieden zu schwer für so eine Strecke und dem, zugegeben derzeitig (August 2012) noch mieserablen Konditionszustand. Die taugen bestenfalls für Kurzstrecken bis 25km oder als Winterräder für das Training bei Eis und Schnee, wenn kein Rollentrainer oder keine Turnhalle zur Verfügung steht. Also müssten für das Training wenigstens halbwegs brauchbare Rennräder benutzt werden.

Und da sind sie auch schon:

Die Trainingsräder

Klassischer Stahlrahmen, mit Rennrad-Teilen für's Training
Klassischer Stahlrahmen, mit Rennrad-Teilen für’s Training

Ein schwarzes Rennrad mit Stahlrahmen fand sich in Hamburg. Es erwies sich als Renner aus den 80ern und steht für seine genau 26 Jahre hervorragend da. Der Preis war üblich für Rennrad-Klassiker.  Auf dem Rad sind Top-Komponenten der 80er und 90er Jahre verbaut und trotz der 12-Gang-Schaltung und einem Gewicht von 11,97 kg brachte es schon brauchbare Geschwindigkeiten auf den ersten Testkilometern auf den Tacho. Die 63er Rahmenhöhe ist zwar gewöhnungsbedürftig aber nicht gerade unvorteilhaft für großgewachsene Fahrer.

Rennrad Bulls mit Shimano Sora
Rennrad Bulls mit Shimano Sora

Knapp eine Woche später kam schon das zweite Rad in den Stall. Ein gebrauchtes Bulls Sora aus dem Jahre 2008, welches mir von einem örtlichem Fahrradfachhändler in Stralsund zu einem akzeptablen Preis angeboten wurde, nachdem er von der Aktion Wind bekam. Etwas teurer als der Klassik-Racer, soll dieses Rad nun in den Trainingsrunden durch die Lande gescheucht werden. Ebenfalls 11,7 kg und preiswerte Shimano Sora-Komponenten machen das Einsteigerrad für Trainingszwecke absolut brauchbar.

Die Räder für die Rundfahrt

12 kg und Gepäck sind uns für die Rundfahrt zu viel. Daher sollen die Räder für die Rundfahrt weniger als 10kg (gerne noch weniger) wiegen. Favoriten sind Geräte von Focus, Viking oder auch MIFA (unsere ersten Räder waren einst MiFa-Qualtität) aus dem Online-Auktionshaus oder jeweiligem Producer-Onlineshop mit 9,5kg oder weniger, welche ca. 899,-Euronen kosten. Da wir für die Aktion aber auch auf Spenden angewiesen sind und uns nicht zwei neue Räder aus dem Ärmel schütteln können, gibt es davon noch keine Bilder. Vielleicht demnächst hier.

Falls alle Stricke reißen, fahren wir die 300 km um den See notfalls auch auf den Trainingsrädern und versuchen unsere gestellte Zeit von 12 Stunden zu erreichen. Wir werden sehen, wo wir Ende Mai stehen. Bis dahin gibt es hier viel zu lesen über Trainingsvorbereitung, Ideen, Perspektiven und Radsport für Anfänger von A bis Z.

 Die Wunschlisten an Ausstattung und Teilen

Wunschlisten hat ja jeder. Zu verschiedenen Gegebenheiten denkt man sich oft: Das brauch’ ich auch.

Für dieses Projekt fehlt es derzeitig (Stand Ende August 2012) eigentlich an so ziemlich allem. Wir fangen mit diesem Projekt auch diesen Sport von der Pike auf neu an. Die Wunsch- und die Einkaufslisten für die erledigten Sachen, findet Ihr hier.

Unsere Wunschliste:

2 Trainingsräder max. 12kg

2 Wettkampfräder max.10 kg – gerne weniger

2 Helme

2 Trikots kurz

1 Trikot lang

2 Hosen kurz

1 Hosen lang

1 Regenjacken

1 Regenhosen

1 Windjacken

1x jeweils Rennrad-Pedalen und passende Rennrad-Schuhe für die Wettkampfräder

1 Taschen je Rad (Lenker- und Satteltasche mit mind. 1,5 Liter Volumen )

ausreichende Wetterbekleidung

2  1 Tachometer für Fahrräder

1 Beleuchtungssets auf Grund des Nachtstarts gg. 4:00 Uhr in Motala

1 Rollentrainer für den Winter

Ersatzteile, Werkzeuge, Verschleißartikel

1 Laufradsatz für Stahl-Racer

und viel wichtiger als das noch:

Kondition (viel davon)

Kraft (auch viel davon)

Willensstärke (etwas mehr davon)

 

 

Einkaufslisten – und erledigt 

Die Einkaufsliste für das Training:

Trainingsrad 1 – Stahl-Racer schwarz, gebraucht, Herrsteller unbekannt – 200,- Euro

Trainingsrad 2 – Bulls Sora 2009 rot, gebraucht, Herrsteller Bulls, – 300,-Euro

1 Tachometer Sigma 509, Neu – 15,- Euro

1 Flaschenhalter + Befestigung Neu für Stahl-Racer, – 11,80 Euro

1 Paar Rogelli Classic Radschuhe für den Stahl-Racer, Neu inkl. Versand – 35,- Euro

2 Trainingstrikots SV kurz, 20,- Euro

2 Radhosen Verein, kurz, 20,- Euro

1 Radhandschuhe lang, Neu vom Fachhändler, 15,-Euro

Trainingsrad 3 – Hercules Stahl + Rollentrainer, gebraucht, inkl. Versand 190,- Euro

Die Einkaufsliste unter der Kategorie Sonstiges / Zubehör / Ersatzteile:

Vorbau 1″ Uno, Neu, Austausch wegen Defekt, inkl. Versand –  22,50 Euro

Shimano Bremse Sora 3400 kompl. vorne und hinten, fast neu, inkl. Versand – 24,50 Euro

Shimano Schaltung Sora RD-3300 SS, hinten. neu, inkl. Versand – 24,50 Euro

Kettensprenger-Werkzeug, neu vom Fachhändler – 5,- Euro

Laufradsatz komplett mit Decken, Ritzel, Spannern, vorne u. hinten – 245,94 Euro

Ritzeslsatz 8fach 12-23 für den Laufradsatz, neu, inkl. Versand – 24,00 Euro

 

War schon ganz schön kostenintensiv bis hier und das Training hat noch gar nicht richtig begonnen.

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