Testbericht – Fitnessbike Lightspeed ks-cycling

[section_title title=Fitnessbike Lightspeed im Test ]

Ein neues Fitnessbike, dazu noch gut ausgestattet und chic für sehr schmales Geld? Ja geht denn das? Wir haben uns das Fitnessbike Lightspeed von ks-cycling für extrem günstige 264,- Euro aus dem Internet bestellt und nehmen das Rad hier in diesem Test unter die Lupe. Was bekommt man für sein Geld? Wir verraten es in diesem Artikel.

Fitnessbike Lightspeed im Test – Probefahrt, Technik und mehr

Wir hatten kürzlich in einem Artikel in diesem Magazin behauptet, dass der Einstieg in den Fitnesssport mit dem Fahrrad schon für sehr wenig Geld möglich ist und es theoretisch und praktisch keinen Grund gäbe, gerade als Einsteiger, von Anfang schon ein sehr teures Bike kaufen zu müssen. Der kurze Check “Rennrad / Fitnessbike schon ab 200,-Euro” stieß daraufhin auf viel Resonanz. Wir haben bei der lockeren Vorstellung zweier Räder aus dem Internet, dort auch versprochen, uns mal so ein Teil zuzulegen.

Wir haben uns im OnlineShop bei KS-Cycling umgesehen und überlegt, welches Rad man denn so testen könnte. Ein Rennrad? Ein Fitnessbike? Ein MTB? Vielleicht zur Abwechslung mal ein Fixie?

Sportlich schwarz - Das Fitnessbike Lightspeed von ks-cycling
Sportlich schwarz – Das Fitnessbike Lightspeed von ks-cycling

Wir entschieden uns letztlich für das Fitnessbike Lightspeed in schwarz.
Ganz schlanke 263,64Euro sollte es nur kosten und dabei auch noch versandkostenfrei in Deutschland geliefert werden. Der Shop bietet alle gängigen und üblichen modernen Bezahlmethoden an. Wir haben es dann recht spontan im Onlineshop bestellt. Ein Pluspunkt schon mal am Anfang.

Was ist eigentlich ein Fitnessbike?
Im Grunde ist es eine Kombination aus Trekkingrad und Rennrad. Ein leichter Rahmen und schmale Räder von einem Rennrad werden mit einem geraden Lenker kombiniert. Dazu kommt oft eine Rennbremse oder eine klassische V-Brake. Die Sitzposition ist etwas aufrechter als beim Rennrad und kommt der sportlichen Trekking-Position doch sehr nahe. Auf Schutzbleche, Lichtanlage, Gepäckträger und Ständer wird bei diesen Rädern verzichtet. Hinweis: Sie laufen dabei lt. STVzO unter Sportgerät und gehören nur nach einigen kleinen Upgrades auf die Straße. Fitnessbikes sind  leicht, schnell und besonders für urbane Aktivitäten sowie für sportliche Ambitionen geeignet. So jedenfalls die Theorie.

Dieser Test ist wieder sehr ausführlich. Unterhalb dieses Artikels, findet Ihr weitere Teile dieses Testberichtes.

Hier ist es! Unser neues Fitnessbike aus dem Internet.

KS-Cycling Lightspeed Black
KS-Cycling Lightspeed Black

Bevor Ihr Euch jetzt fragt, “Warum testet er auf diesem Magazin so ein Rad?”, verrate ich es lieber gleich.

Bei diesem Test interessiert dabei vor allem:

  • Was bekommt man für das Geld?
  • Wie fährt es sich in der Stadt?
  • Wie fährt es sich auf längeren Strecken?
  • Wie setzt sich so ein günstiger Preis zusammen?
  • Worauf muss man achten?
  • Kann man damit sportlich aktiv unterwegs sein?
  • Für wen ist es besonders geeignet?
  • Und letztlich, lohnt ein Kauf in der Preislage?

Das Rad wird also ausführlich getestet und gecheckt, um die obigen Fragen zu beantworten.

Doch vor die Ausfahrt haben die Versender ersteinmal den Zusammenbau gestellt.

Kommen wir zum sogenannten Unboxing, nachdem der Postmann das Paket geliefert hat. Das geht übrigens bei ks-cycling versandkostenfrei innerhalb Deutschlands und in wenigen Werktagen. DHL liefert einen großen Karton, der das Rad enthält. Kommen wir also zur Endmontage.

[section_title title=Technisches – Montage und Ausstattung]

Zusammenbau und Ausstattung

Auspacken ist ja immer spannend.

Hinweis: Falls man sich nicht in der Lage fühlt, ein Fahrrad aus dem Karton zu ziehen und zusammenzusetzen, hilft auch der freundliche Fachhändler des Vertrauens bei der Montage. Nur wird er dafür Geld verlangen. Soll er aber auch, denn es ist ja auch seine Zeit und Leistung.

Bei Fahrrädern aus dem Online-Versandhandel gibt es viele Unterschiede zwischen den Versendern. KS-Cycling spricht auf der Webseite von einem Satz von “85% vormontiert”. Das sollte eigentlich jeder alleine schaffen.

Das Fitnessbike beim Unboxing frisch aus dem Karton gezogen
Das Fitnessbike beim Unboxing frisch aus dem Karton gezogen
Anbauteile im Karton und eine ausführliche Montageanleitung
Anbauteile im Karton und eine ausführliche Montageanleitung

Es ist immer wieder schön, wenn man sich ein nagelneues Rad aus dem Karton zieht und aufbauen kann. Wir haben für dieses Bike auch ein Unboxing-Video erstellt, welches wir bei Gelegenheit auch hier mit einbringen werden.

Zum Zusammenbau: Erstmal was negatives. Der Abstandhalter der vorderen Gabel lag zerbröselt im Karton herum. Er hatte den Transport nicht ganz so gut überstanden. Da es sich hier bei diesem Rad aber um eine Stahlgabel handelt, besteht kein Grund zur Sorge.

Anbauteile wie Sattel, Pedalen, Sattelstütze und die vordere Achse findet man in einem separaten Karton. Ebenso findet man eine ordentliche Montageanleitung vor. Zusätzlich gibt es am Rad weitere farbige Zettel, die Sicherheitshinweise enthalten. So muss das sein und ks-cycling kann hier auch als Versender punkten.

Die Radteile sind miteinander mit Kabelbindern verbunden und etwas mit Pappe und Noppenfolie geschützt. Auch das ist gut und ausreichend. Natürlich haben wir das auch schon etwas stärker gepolstert gesehen, nur kam da dann ein 3400,-€-Carbon-Bike aus dem Karton. So wie ks-cycling das bei diesem Bike macht ist es voll in Ordnung. Es wurden keine Beschädigungen am Rahmen festgestellt.

Nachdem man alle Teile voneinander gelöst hat, beginnt die Montage. Werkzeuge gibt es nicht dazu. Man benötigt einen 4mm / 5mm / 6mm – Innensechskantschlüssel (Allan-Key) und einen 15er Maulschlüssel oder Pedalschlüssel.

Der Aufbau ist leicht und auch von technisch unbegabten schaffbar. Sattelstütze rein und leicht festziehen. Sattel montieren und dann die Pedalen entsprechend der Anleitung montieren. Die Vorderachse durch das Vorderrad schieben und das Vorderrad einbauen. Den Lenker auf dem Vorbau montieren und festziehen und auch den Vorbau nochmal nachziehen. Die Reifen jetzt nochmal prüfen und nachpumpen.

JETZT BITTE ALLE SCHRAUBEN NOCHMAL ÜBERPRÜFEN.

Das war es auch schon und je nach Schraubvermögen und Geschwindigkeit steht es nach 10 bis 30 Minuten fahrfertig im Zimmer.

Fitnessbike unboxing und Montage beendet. Fahrfertig nach 10 bis 30 Minuten
Fitnessbike unboxing und Montage beendet. Fahrfertig nach 10 bis 30 Minuten

Dann schauen wir im nächsten Teil doch mal, wie es denn so fährt. Es sieht jedenfalls schon mal verdammt gut aus.

Das ganze Rad wirkt optisch stimmig. Der Hersteller spricht auf seiner Produktseite von 12kg. Nachgewogen zeigte unsere Digitalwaage komplett inkl. Pedalen 12,2kg. Das passt.

[section_title title=Fahrberichte Fitnessbike ]

Fahrbericht in Stadt und Land

Eine große Runde durch die Stadt wurde zuerst getestet. Das bietet die Möglichkeit, alle möglichen Untergründe zu testen. Hanseatische Städte haben ja netterweise noch ausreichend Kopfsteinpflaster.

Der Frühling ist da! Der ideale Zeitpunkt für eine Radtour durch Stralsund
Der Frühling ist da! Der ideale Zeitpunkt für eine Radtour durch Stralsund

Grundsätzlich fuhr es so, wie ein Fitnessbike fahren soll. Die Geometrie war angenehm und auch nach gut 25km durch die Stadt waren keinerlei Ermüdungserscheinungen spürbar. Und das ohne großartiges Setup. Das Rad fährt überraschend solide und gut. Das war durchaus als Angenehm zu bewerten

Kenda Cosmos Reifen
Kenda Cosmos Reifen

Negativ machte sich die Reifenwahl bemerkbar. Kenda gehört zwar zu den Markenausrüstern, doch die gelieferten Kenda Cosmos konnten ihre Stärke nur auf losem Untergrund ausspielen. Auf Radwegen und Asphalt fuhren sie etwas ruppig. Das liegt aber daran, dass diese Reifen vom Profil her in beide Richtungen gefahren werden können. Nachdem der Druck etwas abgelassen wurde, fuhren sie auch auf gepflasterten Radwegen besser.

Die gewählte 28mm-Breite macht das Rad optisch und technisch recht schnell. Tendenziell würde ich aber die Kenda Kontender in 28-622 (ca. 21-,€ für 2 Stk bei ebay) hier eher empfehlen.

Aufgeräumte  Lenker am Fitnessbike.
Aufgeräumte Lenker am Fitnessbike.

Der ZOOM Aluminium-Lenker mit 26,8mm Durchmesser bietet brauchbare Dämpfungseigenschaften, ist aber nicht mehr Up-to-Date. Zudem war er bei der Testfahrt durch seine geringe Breite gewöhnungsbedürftig. Auf Fitnessbikes ist 600mm bzw. sogar 660mm schon Standard. Eine nachträgliche Umrüstung wäre empfehlenswert und auch preislich günstig realisierbar. Hier muss der Lenker und ein passender Vorbau verbaut werden. Alles in allem schon ab 30,-€ möglich.  Eng gefahrene Kurven in der Stadt (Parklücken, Seitengassen) und schnelle Richtungswechel wären damit etwas besser ziehbar.

Die Seile hingegen sind sauber verlegt, wenn auch die Schalt- und Bremszughüllen vielleicht einen Tick kürzer hätten sein können.

Frühling in Stralsund - Fototermin mit dem Lightspeed
Frühling in Stralsund – Fototermin mit dem Lightspeed

Auf einer längeren Runde auf Radwegen durch den Landkreis zeigte das Rad, dass es seiner Bestimmung durchaus gerecht werden kann. Es scheut nicht vor dieser Herausforderung zurück und gibt gerade Einsteigern in den Radsport das Gefühl, wie es ist, mal etwas zügiger über Radwege und Landstraßen zu fahren. Eine 45km-Runde in der Region hier brachte auch uns viel Spaß. Für Anfänger, die sich vielleich erst an kürzere Strecken mit 10 oder 15km trauen, ist die Schaltung gut ausgelegt. Ideal für den Einstieg.

[section_title title=Technische Ausstattung]

Die technische Ausstattung

Was ist bei einem Rad für 263,-€ dran und was taugt es?

Der Hinweis ist obligatorisch. Fitnessbikes sind ohne entsprechende Upgrades nicht für den Straßenverkehr zugelassen
Der Hinweis ist obligatorisch. Fitnessbikes sind ohne entsprechende Upgrades nicht für den Straßenverkehr zugelassen

Viel dran ist ersteinmal nicht. Das suggeriert auch der Aufkleber am Sattelrohr. Nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Hier sind ein paar Upgrades fällig, die wir im nächsten Teil behandeln.

Aber schauen wir uns die verbauten Teile an.

Der Rahmen ist aus Aluminium und die Gabel aus Stahl. Der Lenker und der vorbau wieder aus Aluminium. Die Laufräder auch und die Speichen wieder aus Stahl. Soweit ist das alles wertig und auch sauber verarbeitet. Die Räder laufen sauber in den Lagern und haben nur einen ganz kleinen Schlag.  Die Schweißnähte des Rahmens sind sichtbar und nicht auspoliert. Der Lack ist einwandfrei und das Layouting der Dekore angenehm chic. Das bringt eine Wertigkeit rüber, die ggf. auch Menschen mit einem “Mein-und-Dein-Problem” anlocken könnte.

Shimano Tourney TX werkelt am 7fach Kranz
Shimano Tourney TX werkelt am 7fach Kranz

Die Schalt-Bremshebelkombination ist schon älteren Ursprungs und die Strategie setzt sich auch hinten und vorne am Umwerfer fort. Geschaltet wird mit einer Tourney TX an einer 7-Gang-Kassette.

Bei dem Preis des Rades dürfte klar sein, dass diese Technik nicht mehr so taufrisch ist. Allerdings bekommt man hier eine neue ältere Schaltung, die erstmal auch funktioniert und macht was sie soll. Das Alter ist hier unerheblich. Zwei unterschiedliche Testfahrer bestätigten aber die langen Schaltzeiten. Sie schaltet hörbar und mit etwas Verzögerung. Wie gesagt, irgendwo muss der Preis ja auch herkommen. Wartungsarbeiten in Form von Nachjustierung können sich aber schnell und regelmäßig zeigen.

Verzögert wird vorne und hinten mit Ahonga
Verzögert wird vorne und hinten mit Alhonga

Gebremst wird mit Alhonga-Bremsen vorne und hinten. Auch das funktioniert soweit ganz gut, doch bei langsamer Fahrt zeigte schon die Vorderbremse, dass etwas Nachstellarbeiten notwendig sind. Zudem meinte sie den Bremsvorgang mit Geräuschen zu untermauern. So quasi als Funktionskontrolle.

Diese Art Bremsen haben leider die Eigenschaft, dass die Rückholfedern oft nicht länger als eine Saison halten. Hier sind, wie bei der Schaltung auch, Nacharbeiten in Form von Wartung und Nachjustierung unter Umständen wahrscheinlich. Auch hier spielt eben der Preis die Musik. Es funktioniert, muss sich aber auch hier auf Dauer in der täglichen Nutzung erst beweisen.

Kenda Sportreifen mit SV-Ventil
Kenda Sportreifen mit SV-Ventil

Die Reifen hatten wir ja bereits im vorangegangenen Teil erwähnt. Kenda Cosmos in 28mm Breite sind hier verbaut, die dem Rad sportlichen chic verleihen aber leider nicht so gut fahren. Wobei das auch nur persönliches Empfinden aus der Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Bereifungen ist. Andere mögen das (gerne auch) anders sehen. Erfreulich für das Auge, ist hier die stimmige Montage des Reifenlogos. Die montierten Schläuche mit  SV-Ventil überraschten etwas. Wir hatten normale Schrader Autoventile erwartet.

Positiv sei erwähnt, dass man 2 Flaschenhalter montieren kann. Ebenso ist genug Platz um auch in der kommenden kalten Jahreszeit bei den Reifen ein Upgrade z.B. in Richtung profilierter Crossdecken mit 33er oder  37er Breite hinbekommt. Platz ist vorne und hinten genug da.

 

Fitnessbike - auf von schräg hinten eine gute Figur
Fitnessbike – auf von schräg hinten eine gute Figur

Noch ein Wort zum Sattel. Das Gestühl ist von Vader und passt sich optisch sehr gut in das Gesamtbild ein. Er ist für den Stadtverkehr ausreichend gut gepolstert. Auf der längeren Teststrecke war er auch noch angenehm, wobei ich sagen würde: Mehr als 50km am Stück auf dem Sattel muss jetzt auch nicht sein.

Auch hier sind vielleicht Upgrades angeraten. Mit der Pflicht und der Kür befassen wir uns im nächsten Teil des Artikels.

[section_title title=Fitnessbike – Upgrades (auch STVO)]

Anbauteile Upgrade Tipps

Bevor wir zum großen Fazit dieses Testberichtes kommen, noch ein paar Worte zu notwendigen und möglichen Upgrades.

Bis hier machte das Rad viel Spaß und wird seinem Preis durchaus gerecht. Die Waage steht dabei weit stärker auf der Seite “Mehr für’s Rad”. Unsere Upgradetipps sind allgemeingültig und jetzt nicht unbedingt spezifisch auf dieses getestete Rad zugeschnitten.

Zuerst das Wichtigste überhaupt:

Beleuchtung am Fahrrad

Die Beleuchtung benötigt für die Benutzung dringend ein Upgrade. Das Vorderrad hat keinen Dynamo. Natürlich will man entsprechendes nicht nachrüsten. Für die Benutzung im Straßenverkehr ist aber eine STVO-konforme Lichtanlage Pflicht.  Daher empfehle ich die Nachrüstung entsprechender Beleuchtungssets, die man an Schulen o.ä. dann abklippen kann. Gute Sets gibt es selbst schon im Supermarkt ab 12 Euro und Fachhändler haben hier auch eine Vielzahl, oftmals bessere Beleuchtungssets im Angebot.

Schutzbleche

Es ist nicht immer Sonnenschein. Auch wenn es auf den Sommer zugeht, können Regentage einem dann doch die Fahrt vermiesen. Hier helfen natürlich Schutzbleche. Es gibt verschiedene Variationen. Vom SKS S-Blade, welches an dem Rad besonders gut aussieht bis hin zu Bluemels mit einfacher Kontaktierung sind die Möglichkeiten vielfältig. Wer bei seiner Fahrt durch den Regen kein nasses Hinterteil bekommen will, dem ist ein passendes Schutzblech – wenigstens für hinten – angeraten. Diese kosten zwischen 13,- und 40 Euro je nach Hersteller und Art. Ein lohnendes Upgrade, wenn man das Fitnessbike regelmäßig und täglich nutzen möchte.

Klingel

Eine Klingel ist auch nicht dabei. Für die sichere Fahrt auf den Radwegen sollte man sich dringend eine Klingel montieren. Nur zu oft müssen die Begleiter von Vierbeinern mal auf vor dem Fitnessmodus gewarnt werden. Hierbei zählt der Geschmack und von 1,99 bis 10,-Euro sind für den Warnton auf dem Radweg unverzichtbar zu investieren. Vielleicht findet sich ja noch irgendwo eine in der Fahrradteilekiste?

Fahrradschloss

Das Rad sieht gut und sportlich aus. Auch noch, wenn es Nachts draußen steht. Besser ist es natürlich, das Rad auch entsprechend mit einem guten Schloss aus dem Fachhandel zu sichern. Selbst wenn es sehr günstig war, kann man sich nun nicht jede Woche ein neues Rad kaufen. Bitte benutzt keine Schlösser aus dem Supermarkt. Geht bitte zum Fachhandel und lasst Euch beraten und kauft es da, falls notwendig. Je besser, desto sicherer.

Das war es eigentlich auch schon.

Weitere mögliche Upgrades nach dem Motto “Kann aber Muss nicht” nach diesem  Test wären:

Vor dem Fall – ein Seitenständer

Einen Seitenständer gibt es beim Kauf nicht mit dazu. Es ist erstmal ja auch ein Sportgerät. Wer das Rad aber in der Schule oder in der Stadt abstellen will, dem sei das Zubehörteil in Form eines Seitenständers empfohlen. Es gibt Modelle, die von der Form und farblich gut zum Rad passen – Sichwort Montage hinten an der Kettenstrebe/Sattelstrebe. Es könnte sich lohnen.

Gepäckträger – Ausbau als Commuterbike

Wer das Rad für den täglichen Weg zur Arbeit / Uni / Büro nutzt und über Seitentaschen verfügt, kann sich einen Gepäckträger montieren, wenn es denn kein Rucksack sein soll. Es gibt auch schmale Modelle, die besonders bei Fitnessbikes und Cyclocrossern Verwendung finden. Die Seitentaschen können dann dort eingehängt werden. Die Ösen sind am Ausfallende vorhanden und oben an den Sattelstreben ist werksseitig auch entsprechend etwas vorbereitet.

Fahrradsattel – Das Popometer

Der Sattel könnte auf längeren Trainingsstrecken oder einer längeren Fahrt zur Arbeit ggf. unbequem sein. Wie gesagt: könnte – nicht muss oder wird.  Hier hilft unter Umständen auch ein kleines Upgrade und der Besuch beim freundlichen Fachhändler. Das zeigt sich aber bei jedem unterschiedlich. Nicht jedes Hinterteil ist gleich. Daher gilt wohl eher: beobachten und weiterfahren.

Für festen Halt – Lenkergriffe

Die Lenkergriffe könnten, wie schon der Sattel, auf langen Strecken unangenehm werden. Auch hier: könnten, nicht werden oder sind. Bei Bedarf kann man diese leicht austauschen und vielleicht Ergo-Griffe beim Fachhandel kaufen und montieren.

Pedalen – Mehr Druck und Zug

Mit täglichen Strecken von mehr als 5km je Tour werden auch die Pedalen interessant. Eine Umrüstung auf SPD-System wäre hier durchaus im Rahmen des Möglichen und preiswert (ca. 25,-€) realisierbar. Das bringt mehr Druck und Zug auf die Pedalumdrehungen. Wie bereits erwähnt: Kann, muss aber nicht.

Und last but not least: 

Es gilt bei jeder Fahrt: Setzt einen Helm auf! Ein Fahrradhelm schützt und kann schwere Kopfverletzungen bei einem Unfall verhindern.

Das war es jetzt aber auch wirklich schon. Ihr seht: Das hält sich alles in Grenzen und mit wenig Aufwand bleibt das Rad auch im Gesamtwert preiswert genug und frisst die Einsparungen beim Kauf nicht gleich wieder auf.

Natürlich könnte man fast jedes Teil hier auch austauschen, verbessern, herumoptimieren und somit etwas besseres einbauen. Doch wer das letztlich macht, muss sich wirklich kein Rad für nur 264,- Euro als Basis kaufen. Dafür gibt es andere Fahrräder von anderen Herstellern, die das bereits werksseitig mitbringen und einige davon kommen in diesem Jahr auch auf diesem Magazin im Test.

Gehen wir also an dieser Stelle zum Fazit über.

 

[section_title title=Fitnessbike – Das große Fazit]

Fitnessbike Lightspeed  – Das große Fazit

Nehmen wir uns die Kernfragen dieses Testberichtes nochmal vor und beantworten diese:

Bei diesem ausführlichen Test interessiert dabei natürlich vor allem:

  • Was bekommt man für das Geld? (1)
  • Wie fährt es sich in der Stadt? (2)
  • Wie fährt es sich auf längeren Strecken? (3)
  • Wie setzt sich so ein günstiger Preis zusammen? (4)
  • Worauf muss man achten? (5)
  • Kann man damit sportlich aktiv unterwegs sein? (6)
  • Für wen ist es besonders geeignet? (7)
  • Und letztlich, lohnt ein Kauf in der Preislage? (8)

1) Man bekommt mit dem Lightspeed Fitnessrad von KS-Cycling ein vormontiertes Fahrrad. Man muss es selbst zusammenbauen oder jemanden beauftragen, der es kann. Das stellt einige vielleicht vor eine Hürde, bedarf aber in jedem Fall der Ausführung mit hoher Konzentration und ggf. Spezialwerkzeug (Pedalschlüssel).  Man bekommt für sein Geld zudem ein Fahrrad, welches sehr sportlich aussieht. Während im Fachhandel der Händler einen Blick auf das Setup und die Sitzposition werfen kann und einem sagt, wie das richtig muss, darf man das selbst herausfinden, ob es passt oder nicht. Wer hier schon vorher weiß, welche Rahmenhöhe er braucht und dann auch noch richtig bestellt, ist klar im Vorteil. Auch ein vormontiertes Fahrrad muss kontrolliert werden. Dringender Tipp: ALLE  Schrauben nochmal überprüfen!

2) Das Fitnessbike Lightspeed von ks-cycling fährt sich in der Stadt durchaus zügig und leichtgänig. Damit bestätigt es auch seinen Namen Lightspeed. Mit einem breiteren Lenker könnte man etwas besser um die Ecken zirkeln und auch mehr Komfort und Performance herausholen, wenn man andere Reifen verwendet. Für die täglichen Fahrten zur Arbeit, Schule, Uni oder zum Supermarkt ist es allemal ein tolles Rad.

3) Der Langstreckentest zeigte, dass sich Beginner auf dem Rad durchweg wohlfühlen können. Die Geometrie ist nicht unbequem. Die Übersetzung ist für Anfänger hervorragend geeignet. Die Abstufungen sind auch für bergige Regionen geeignet. Das geht soweit. Bei Dauernutzung auf längeren Strecken empfielt sich gegebenenfalls aber der Austausch von Sattel und Lenkergriffen und/oder auch dem Lenker – Stichwort breiter machen. 

4) Natürlich ist der Anbieter hier mit einer extrem knappen Kalkulation am Markt. Viel verdienen wird er daran nicht. Als Kunde zahlt man aber eben auch keine “Markenaufschläge”. Das ist schon als positiv zu bewerten. Mehrere Leute bewerteten das Rad preislich durchaus im 449 – 500 Euro Bereich. Die zweite Seite der Medaille sind die Komponenten. 7-Gang ist längst nicht mehr Up-to-Date und beispielsweise ist statt einer Schwalbe Marathon eine Kenda-Decke montiert. Es ist eben ein Discountpreis, der kaum noch schlagbar ist.

5) Wie bei jedem anderen Fahrrad, ist Wartung auch hier erforderlich. Bremsen und Schaltung müssen nachgestellt werden, ggf. der Radlauf kontrolliert werden und auch die Kette benötigt Pflege. Wer bei dem Rad keinen Wartungsstau aufkommen lässt und Teile übermäßig verschleißt, regelmäßig pflegt und kontrolliert, fährt hier auf der sicheren Seite.

6) Kann man sportlich aktiv unterwegs sein? Ja, kann man, wenn man will. Das Rad gibt es her. Kleinere und mittlere Trainingsstrecken könnten gut gefahren werden. Wer das regelmäßig machen will, bekommt mit dem Lightspeed ein gutes Feeling für den Radsport und hat mit dem Rad ein gutes Testbike, bevor man dann zu hochwertigen Bikes greift. Es würde sich empfehlen, hier vielleicht bei regelmäßigem Fahrtpensum oder Nutzung als Commuter-Bike die Pedalen gegen SPD-Pedalen zu tauschen um auch hier schon die Fahrweise mit Sportpedalen üben zu können.

7) Das Rad ist für den kleinen Geldbeutel erhältlich und trotzdem noch sehr chic. Fast schon zu chic. Der Stadtverkehr ist das Metier des Rades, wenn man es STVO-konform nachrüstet. Der Weg zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule ist auch auf lange Sicht kein Problem. Wer sich gelegentlich auch an längeren Strecken probieren will, kommt mit dem Lightspeed von KS-Cycling auch gut zu recht, so lange es nicht auf die Alpe d´ Huez oder andere Alpenpässe geht. Als “Schulfahrrad” für die Kids ist es auch gut geeignet, denn wo nicht viel dran ist, kann auch nicht viel weggeklaut werden und Kratzer beim Umgang tun einem als Elternteil finanziell nicht so sehr weh. Gleiches gilt für Studenten. Warum eine Pseudo-Öko-Uralt-Huddel aus dem A&V kaufen, wenn man mit dem Fitnessbike doch viel komfortabler und auch schneller unterwegs sein könnte?

8) Das Fazit – Lohnt der Kauf? Der Kauf lohnt! Du bekommst ein Fahrrad, welches auch als Solches benutzt werden kann. Dazu hat es eine sehr sportliche Komponente in Optik und Geometrie und sieht gut aus. Es bringt einen von A nach B und wieder zurück. Es ist ein ehrliches Rad mit technischen Alterserscheinungen. Aber auch hier gilt ersteinmal: Selbst wenn die Teile nicht mehr zur Top-Range der Hersteller gehören, machen sie das, was sie sollen. Sie funktionieren und sind ersteinmal neu.  Vor sportlichen Touren schreckt es nicht zurück, wenn man es selbst als Fahrer nicht tut. Die regelmäßige, sprich tägliche – Nutzung ist auch in der Preisklasse kein Problem, wenn man sich etwas Fähigkeiten bei Wartungsarbeiten aneignet.

Man bekommt für den kleinen Geldbeutel ein fahrbares, gut aussehendes und solides Rad, welches besonders die sportlich ambitionierten Käufern zum Einstieg in den Cross- oder Rennradbereich bewegen kann.

Wir werden das Rad in den nächsten Wochen und Monaten regelmäßig bewegen und diesen Test bei Bedarf erweitern.

Grundsätzlich gibt es von uns für dieses Rad einen kettentour Kauftipp! Recht viel Rad für ganz wenig Geld.

kettentour Kauftipp 03/2016
kettentour Kauftipp 03/2016

Einige Fachhändler haben KS-Cycling auch im Angebot. Nachfragen lohnt.

Die Produkte  von KS-Cycling findet Ihr auch, wenn Ihr auf das Banner an der Seite klickt.

Bilder: privat / Hersteller / photographybymichellef

 

[section_title title=Updates & Veränderungen ]

Updates & Veränderungen am Lightspeed

Dem Lightspeed mal mehr Speed verpasst mit anderen Reifen
Dem Lightspeed mal mehr Speed verpasst mit anderen Reifen

Die Reifenwahl von ks-cycling hatten wir ja im Fahrbericht schon als etwas, na sagen wir ungünstig, bezeichnet. Da war es dann wohl auch keine Kunst, dass wir das ganz schnell mal geändert haben.

Die Kenda Cosmos in 28-622 gingen vom Rad und ein Satz Schwalbe Lugano Active Drahtreifen, welche über Winter knapp 1000km in der Region abspulten, fanden einen neuen Platz.

Die Schwalbe Drahtreifen sind im Maß 25-622 nochmals 3mm schmaler und besitzen einen Pannenschutz, der mit Klasse 3 angegeben ist. Das Diamantprofil der älteren Version der Luganos machte auf dem Renner im Winter zwar keine besondere Freude, doch hier auf dem Lightspeed brachten sie dem Rad nochmals richtig Speed bei.

Durch die bessere Gummimischung im Vergleich zum Kenda läuft es viel leichtfüßiger. Die Gummimischung ist weicher und das Diamantprofil der Luganos ist komfortabel genug für die Stadt und jede Art von Asphalt. Wer es ganz ohne Profil mag, kann auch die neueren Lugano von Schwalbe nehmen. Diese sind auf der Lauffläche fast glatt. Eine gute Idee wäre auch der erwähnte Kenda Kontender Reifen in 25-622 oder 28-622, wobei dieser dann von der Gummimischung wieder etwas härter läuft aber ebenfalls nur an den Schultern ein nennenswertes Profil aufweist.  Ein Grund der verbesserten Fahreigenschaften war eben auch, dass wir bei der Gelegenheit gleich die recht schweren Butyl-Schläuche gegen Schwalbes SV-15 austauschten.

Was würde so ein Upgrade kosten?

2 Schläuche von Schwalbe SV-15 knapp 10 Euro bei Ebay oder im Fachhandel, wenn der gute Laune hat.

Die Schwalbe Lugano in 25-622 gibt es ebenfalls Online im 2er Pack für 18,95 + 3,95 € Versand.

Also knapp 35 Euro, die das Rad – wenigstens in den Sommermonaten – deutlich agiler befeuern. Die Kenda Cosmos in 28-622 lassen wir uns mal für den Herbst liegen. Mal sehen, ob die Gummimischung bei Nässe und niedrigeren Temperaturen besser ist.

Ok. Uns hat es jetzt nur die Zeit gekostet. Die Decken wurden kanibalisiert und Schläuche liegen hier genügend in allen Größen und Stärken herum.

Inzwischen gibt es im Grunde auch schon den Wunsch, noch so ein Lightspeed bei KS-Cycling zu ordern um daraus einen Cyclocrosser zu bauen oder eines der leichten Rennräder von KS-Cycling auf Cross umzustellen.

Wir schauen mal, was sich da machen lässt. Vielleicht demnächst.

 

 

[section_title title=Ausstattung & Fotos des Herstellers]

Fitnessbike Lightspeed – Technische Daten & Bilder

Die Ausstattung und Detailbilder nach Herstellerangaben:

Rahmen Aluminium-Rahmen mit ovalisierten Hauptrohren
Gabel / Steuersatz Gerade aerodynamische Stahlgabel
mit 1 1/8″ Ahead-Schaft / 1 1/8″ Ahead-Steuersatz
Lenker ZOOM Aluminium-Lenker
Vorbau ZOOM 1 1/8″ Aluminium-Ahead-Vorbau
Sattel VADER Rennsattel
Sattelstütze ZOOM Aluminium-Patentsattelstütze Ø 27,2 mm
Sattelklemmung Aluminium-Klemmring mit Schraube Ø 31,8 mm
Naben Aluminium-Schnellspannnabe vorne,
Aluminium-Schnellspann-Schraubkranznabe hinten
Reifen KENDA Rennreifen 28-622 (700x28c)
Felgen SPIDER Aluminium-Hohlkammerfelgen
Schaltungstyp 21-Gang-Kettenschaltung
Schaltwerk SHIMANO Tourney RD-TX 35
Umwerfer SHIMANO Tourney
Schalthebel SHIMANO ST-EF 51 Schalt-/Bremshebelkombination
Ritzel SHIMANO MF-TZ 21 7-fach-Schraubkranz
Kurbel PROWHEEL Aluminium-Kurbel mit 3 Kettenblättern
Innenlager Patronenlager BSA 68, 127,5 mm
Pedale Kunststoff mit Stahlkäfig, 9/16″
Bremse  Aluminium-V-Brakes
Bremshebel SHIMANO ST-EF 51 Schalt-/Bremshebelkombination
Schutzbleche
Gepäckträger
Scheinwerfer
Rücklicht
Dynamo
Ständer
Zubehör
Gewicht ca. 12 kg (Herstellerangabe)

Fotos des Herstellers:
Seitenansicht:

Sportlich schwarz - Das Fitnessbike Lightspeed von ks-cycling
Sportlich schwarz – Das Fitnessbike Lightspeed von ks-cycling

Bremsen:

200B-KS-CYCLING-ALU-FITNESSBIKE-LIGHTSPEED-SCHWARZ-Z-05

 

200B-KS-CYCLING-ALU-FITNESSBIKE-LIGHTSPEED-SCHWARZ-Z-09

 

Details:

200B-KS-CYCLING-ALU-FITNESSBIKE-LIGHTSPEED-SCHWARZ-Z-02 200B-KS-CYCLING-ALU-FITNESSBIKE-LIGHTSPEED-SCHWARZ-Z-03 200B-KS-CYCLING-ALU-FITNESSBIKE-LIGHTSPEED-SCHWARZ-Z-04

 

 

Reklame