Testbericht: Serious Rockville von Fahrrad.de

[section_title title=Serious Rockville Testbericht]

Mit einem MTB im Norden ist man teilweise recht schlecht bedient. Es gibt eigentlich viel zu wenig Praxismöglichkeiten auf dem Deich. Doch wenn ein Hardtail-MTB so preiswert daherkommt, ist ein Kauf und ein ausführlicher Test fast unausweichlich. Wir haben das Serious Rockville vom Onlineversender Fahrrad.de getestet.

Serious Rockville im Test

Probefahrt, Technik und mehr

“Für nur 249,-€ kommt Dein neues Fahrrad zu Dir”, sagt jedenfalls die Werbung. Das wollten wir schon länger testen und nun steht es hier bei uns. Das Serious Rockville schon einige Wochen bei uns und wird ordentlich getreten. Was bekommt man für ein Fahrrad, was nur 249,-€ zzgl. Versand kostet? Zudem quillt es bei Fahrrad.de förmlich mit fast 500 positiven Bewertungen fast schon aus dem Display heraus.

Und hier ist es nun. 

Serious Rockville von Fahrrad.de

 

Eigentlich sind hier im Flachland die MTB’s nicht wirklich unser Ding. Gerade in Stralsund und Umgebung kommen wir auf 30km-Trainingsstrecken kaum über 90 Höhenmeter. Waldtrails gibt es nicht wirklich und unsere eigene Cross-Strecke ist eher auch nur eine Buckelpiste über den Acker. Allerdings wohnt ja nicht jeder, selbst in MV oder Schleswig-Holstein so flach und hat eben auch Bedingungen, die den Kauf eines MTB’s rechtfertigen. Aber diese Preislage eignet sich hervorragend, um die Familienangehörigen in Form der schulpflichtigen Kinder, mit einem fahrbaren Untersatz auszustatten, der auch vor oder auf dem Schulgelände stehen kann. Kratzer und eventuelle Beschädigungen sind hier dann nicht ganz so ärgerlich.

Schon vor längerer Zeit hatten wir ja angekündigt, dass uns die permanente TV-Werbung von Fahrrad.de sicherlich noch zum Kauf inspirieren wird.

Im nächsten Teil dieses Artikels (in der grauen Box), werden wir uns die Ausstattung und die Montage ansehen und natürlich auch eine ausführliche Testfahrt machen.

 

[section_title title=Technisches – Montage und Ausstattung]

Technisches – Montage und Ausstattung

Zuerst mal zur Bestellung. Der Onlinemarktplatz von Fahrrad.de ist sehr übersichtlich und bietet eine Vielzahl an verschiedenen Radtypen an. Da findet jeder das, was er sucht. Also, was wir eigentlich suchen haben wir auch gefunden, aber dann doch das Serious Rockville geordert. Wir entschieden uns für das abgebildete 2015er-Modell. Andere Farbkombinationen sind ebenfalls erhältlich. Zum Preis kamen noch Versandkosten hinzu. Dafür stand es tatsächlich 4 Tage später in der Tür bzw. in den Händen eines verschwitzten Postmannes. Soweit hat das hervorragend geklappt.

Die Montage des Rades muss selbst vorgenommen werden. Es ist, wie bei Versenderbikes üblich, nur vormontiert. Dafür gibt es aber eine umfangreiche Anleitung und ein Grundverständnis an Werkzeug vorausgesetzt, kann das jeder. Selbst kleines Werkzeug wurde mitgeliefert. Soweit überzeugt das Angebot von Fahrrad.de auch hier.

Weniger Erfreulich war für uns, dass das Vorderrad eine leichte 8 aufwies. Etwas Geschick mit dem Speichenschlüssel löste das Problem aber auch schon bei der Montage. Die Räder kommen bereits aufgepumpt, doch eine Kontrolle und ggf. nachpumpen ist auch angeraten. Viel schlimmer war die Anordnung der Komponenten am Lenker. Große Spalten taten sich hier zwischen Griff und Schaltung auf.

RevoShift und Spalten an den Griffen. Sonst aufgeräumt am Lenker des Serious Rockville

Was kann man hier nun qualitativ genau erwarten? Schauen wir uns die Ausstattung des Billigheimers mal genau an.

Zuerst die Bremsen. Wie bei anderen Billig-Anbietern auch, werkelt hier eine Alhonga V-Brake vorne und hinten. Für die ersten paar hundert Kilometer sind diese völlig ausreichend. Bei intensiverer Nutzung müssten diese aber ggf. gegen Shimano oder XTC ausgetauscht werden. Gleiches gilt für die Serienbeläge der Bremsen. Diese sind zu weich und werden nicht sehr lange halten. Auch hier zeigt sich Wartungsbedarf zu einem späteren Zeitpunkt.

Der Rahmen ist aus Aluminium und am vorderen Ende mit einer Zoom-Gabel bestückt. Letztere macht das Rad komfortabel aber auch gut ein Kilogramm schwerer als mit Starrgabel. Sie ist auch nicht Lockbar. Auf der Waage bringt das Rad 13,8 Kilogramm zur Anzeige. Das ist, bedenkt man die Komponenten, ein guter Wert. Jedes Baumarkt-MTB dürfte erheblich schwerer sein. Die Slope-Optik des Rahmens wirkt ansprechend. Ebenso ist die Farbgebung dezent und angenehm. Nichts ist zu bunt und überladen. Es wirkt dadurch sehr wertig. Da es kein Tourenrad ist, gibt es auch nur einen Punkt für einen montierbaren Flaschenhalter. Das sollte aber auch durchaus ausreichen.

Farblich sehr gelungen. Grau und Schwarz im Einklang am Serious Rockville

Fahrrad.de setzt bei der Schaltung des Serious Rockville auf die Drehgriffschalter “Revo Shift” für die 21-Gang-Schaltung. Das reicht auch für bergige Regionen von der Übersetzung her und auch im Flachland ist man gut und schnell unterwegs. Soweit auch Standard in dieser Preisklasse. Die verwendete Shimano Tourney am Hinterrad tut lange und klaglos ihren Dienst. Es wäre nur was für Spötter, die diese Schaltung kritisieren. Sie hat sich millionenfach bewährt und überzeugt noch immer.

Bei den Rädern sind preiswerte 26″ Alufelgen verbaut und für Haftung auf der Straße sorgen Kenda-Decken. Letztere sind als Drahtreifen montiert und werden auch eine Weile halten. Bei Benutzung auf Asphalt und Beton werden sie allerdings recht schnell Profil verlieren.

Wie fährt sich das Serious Rockville nun in der Praxis? Im nächsten Teil machen wir gleich die Probefahrt.

[section_title title=Probefahrt – Testbericht in Stadt und Land]

Die Probefahrt

Ok. “Holla, die Waldfee!”

Richtig leichtfüßig geht es vorwärts und das Handling des Serious Rockville ist bei der Stadtrunde besser als erwartet. Selbst als Nicht-MTB-Fan war die Handhabung und der Speed des Rades überraschend positiv.

Für ein Neu-Fahrrad fährt es erwartungsgemäß problemlos. Eigentlich sogar viel besser als erwartet. Das 26″ MTB überzeugt durch das geringe Eigengewicht. Mit den Komponenten kann man sich schnell anfreunden, doch sollte diese Freundschaft nicht allzu lange währen. Auch hier wird über kurz oder lang wohl die Weisheit “Wer billig kauft, kauft zweimal” zu tragen kommen. Die erste längere Runde führte über Radwege, geschottertes und das obligatorische Kopfsteinpflaster der Hansestadt. Wir haben das Bike auch hier nicht geschont.

Ich bin persönlich kein Freund von Federgabeln. Das wackelt nach kurzer Zeit und spätestens nach einem Jahr Nutzung sind die Dinger meist fertig und müssen mit viel Aufwand und Geldeinsatz gewartet werden. Schon recht früh in der Proberunde bedauere ich bereits, dass die Gabel nicht, wie am früheren Checkerpig, wenigstens Lockbar – also blockierbar ist. Sie macht auch von der Materialstärke einen nicht besonders stabilen Eindruck. Sprünge durch den Wald sollte man lieber lassen und Downhill ist auch riskant.

Die Gabel am Serious Rockville. Sie macht leider keinen besonders stabilen Eindruck für Waldtrails

Die Kenda-Reifen federn die Stöße aus Kanten und Kopfsteinpflaster gut ab. Letztlich geht es aber auch hier auf Kosten des Pannenschutzes.

Nach einigen Stunden auf dem Rad stellten wir Verfärbungen am Sattel fest. Eine alte Jeans gibt dem Sattel jetzt einen neuen, aber ungewollten Farbton. Er sitzt sich recht weich und ist gut in der Stadt geeignet. Wer längere Strecken auf dem Rad zurücklegen möchte, sollte vielleicht nach etwas härterem suchen.

Die Bremsen kommen von Alhonga. Soweit kennen wir diese auch schon von unseren ks-cycling-Fitnessrädern. Auch hier gilt: Weiche Beläge mit hoher Abriebleidenschaft sorgt nach einigen hundert Kilometern für die ersten Reparaturen, wenn man nicht mit dem Metallträger der Beläge auf den Felgen scheuern will.

Der Sattel nimmt schnell die Farbe der Hose an.

 

Die Bremsen kommen am Serious Rockville von Alhonga. Die Zugseile sind sehr lang bemessen.

Die Reifen gehen auf Asphalt recht ruppig. Wer hier überwiegend den Stadtbetrieb bevorzugt, sollte andere Profile wählen. Die weiten und groben Stollen sind allerdings sehr gut auf Strandsand (wenn vorhanden) und bieten auf sehr losem Untergrund eine gute Traktion. Leider sind die Kenda-Decken, wie bereits erwähnt, auch sehr weich und reiben schnell auf hartem Untergrund ab. Glatze am Hinterrad ist, besonders bei starken Bremsmanövern von Kids, nach wenigen Wochen versprochen.

 

[section_title title=Technik leicht erklärt – Upgradetipps]

Upgradetipps für das Serious Rockville – Technik leicht erklärt

Natürlich kauft man ein extrem preiswertes Fahrrad mit einem Hintergrund. Oft ist es die Art der Nutzung oder der kurzfristige Bedarf. Wer keine ordentliche Unterstell- oder Parkmöglichkeit für das Rad hat, ist sicher nicht daran interessiert, gewissen Menschen mit bösen Absichten, ein 1400,-€ MTB hinzustellen. Da macht das Serious Rockville genau das, was es soll. Es fährt und bringt einen von A nach B.

Es könnte allerdings besser und komfortabler fahren, wenn man ein paar Teile sofort oder nach einer gewissen Nutzungszeit erneuert oder tauscht. Was könnte man tun?

Unsere Upgradetipps für das Serious Rockville

Licht:

Lampen werden nicht mitgeliefert. Hier ist dringend eine Nachrüstung mit einem ordentlichem Lampenset angeraten. 20 Lux – Klemmlichter sollten es mindestens sein. Hier empfehlen wir mal die Produkte aus dem Fachhandel und respektive das Sigma-Regal. Stecklampen können dann bei Bedarf und Notwendigkeit vom Rad entfernt werden und nehmen auch im Schulrucksack nicht viel Platz weg.

Bremsen:

Die Bremsen werden recht schnell verschleißen. Gerade die Beläge der OEM-Ausstattung sind sehr preiswert und nicht besonders abriebfest. Hier ist alsbald Ersatz fällig und für die V-Brakes kann und sollte man schon gute aus dem Shimano-Regal nehmen. Wer es noch besser will, findet auch Cool-Stopp-Beläge im Fachhandel. Falls die Federn der Bremshebelarme nicht mehr mitmachen, sollten diese auch ausgetauscht werden. Gute Bremsen sind elementar wichtig. Auch lohnt ein Blick auf die Bremsseile. Qualitativ hochwertigere Seile längen sich nicht so schnell und halten länger.

Schaltung:

Drehgriffschaltungen wie die Revo Shift sind grundsätzlich nicht schlecht. Nach einer gewissen Nutzungszeit leiert aber auch hier einiges aus und die Griffe sehen schrammlig aus. Ein Austausch mit einer 7-Fach-Schalt-Bremshebelkombination mit Daumenschalthebeln kostet nicht viel und bringt mehr Performance. Neue Griffe kann man bei der Gelegenheit ebenfalls nachrüsten.

Reifen:

Als Fans von Faltreifen können wir den Reifenwechsel nur empfehlen. Wenn die Kenda-Decken Schwächen zeigen, kann man leicht auf faltbare Rocket Ron oder Racing Ralph in 26″ wechseln. Soviel kostet das auch nicht und das geringere Gewicht, der höhere Pannenschutz und ein anderes Profil werden die Fahrperformance erheblich verbessern. Wer überwiegend auf geschotterten Radwegen oder Asphalt unterwegs ist, kann sich problemlos vom Stollenprofil trennen und ein flacheres Straßenprofil wählen. Auch hier gibt es faltbare Reifen in dieser Größe.

Federgabel:

Der Gabel am Vorderrad geben wir mal großzügig 12 bis 18 Monate, bis hier der Verschleiß einen Austausch erfordert. Fans von Starrgabeln sollten jetzt die Gelegenheit nutzen und eine Aluminium-Starrgabel einsetzen. Das reduziert auch hier das Gewicht des Rades und bringt noch eine andere Performance.

Sattel:

Wichtig für Fahrspaß und Komfort ist der richtige Sattel. Das Gestühl der Serienausstattung mag für den normalen Stadtbetrieb durchaus ausreichen, doch das eigene Popometer wird schon irgendwann sagen, ob ein härterer oder andersformiger Sattel vielleicht nicht doch eine bessere Wahl wäre.

Vorbau & Lenker:

Eine andere Performance kann das Rad noch erreichen, wenn man einen breiteren Lenker und einen anderen Vorbau montieren würde. Das ist allerdings abhängig vom persönlichen Fahrgefühl und der eigenen Notwendigkeit. Der Ahead-Vorbau ist kurz genug für diesen Hardtailer. Persönlich ist mir der Lenker zu schmal, wobei ich aber 68mm-Lenker gewohnt bin und das so eben nur die eigene Empfindung ist.

Das war es dabei auch schon wieder. Es geht natürlich noch viel mehr, doch man will ja nicht den Kaufpreis des Rades nochmal in Upgrades investieren. Könnte man allerdings und in diesem Falle wäre es sogar machbar, sich ein 11kg-MTB mit guter Technik zusammenzustellen. Kann man machen, muss man aber nicht.

 

[section_title title=In Summe – Das große Fazit]

Serious Rockville Test – Das große Fazit

Du kaufst ein Fahrrad für 250,-€. Du kaufst es, aus welchen Gründen auch immer. Was bekommst Du für Dein Geld?

Grundsätzlich erstmal ein Fahrrad, welches Dich von A nach B bringt. Das Gewicht ist in der Preislage soweit in Ordnung. Da gibt es im Baumarkt oder im Fachhandel teurere Bikes, die zum höheren Preis auch gleich noch ein paar Kilo Gewicht mehr mitbringen.

Die Ausstattungskomponenten sind erwartungsgemäß aus den älteren Beständen, machen erstmal aber genau was sie sollen. Funktionieren. Hier wird sich aber definitiv über kurz oder lang Verschleiß einstellen und der Weg in den Fachhandel zur freundlichen Werkstatt wird nicht ausbleiben, wenn man nicht selbst schrauben kann.

Unser Tipp: Als Rad für schulpflichtige Kinder ideal! Wenig Geld für ein benutzbares Rad für den Schulweg (Achtung: Licht nachrüsten!). Zudem unterliegt es als Schulfahrrad einer geringeren Belastung als beim täglichen Commuting. Kratzer durch den Fahrradständer oder andere Kinder mit gewissen Wert- und Eigentumsschwierigkeiten sind nicht unbedingt ganz so ärgerlich wie an einem 400 oder 600-Euro-Rad.

Man kann damit fahren. Man kommt in der Stadt und auf einer locker gefahrenen Runde auf unbefestigten Wegen auch überall hin. Die Geometrie des Rahmens ist gut und für fast jeden geeignet. Für den höheren sportlichen Einsatz, Sprünge und Downhill ist es aber nur bedingt bzw rein gar nicht geeignet.

Schlanke Optik – Das Serious Rockville überzeugt auch bei der Rahmengeometrie.

Mit ein paar kleineren Upgrades kann jeder aus diesem 250,-Euro-Fahrrad einen soliden Begleiter für alle Tage machen. Von uns gibt es für dieses Rad auf jedenfall den:


 

[section_title title=Offizielles – Datenblatt & Herstellerbilder]

 Datenblatt & Herstellerbilder

Geschlecht Unisex
Einsatzzweck Einsteiger
Rahmen Bauart : Hardtail | Materialtyp : Aluminium | Material : 6061 Aluminium | weitere Merkmale : auswechselbares Schaltauge
Gabel Bauart : Federgabel | Typ : Zoom
Federgabel Federweg : 65 | 13.9
Schaltung Schaltungstyp : Kettenschaltung | Anzahl Gänge : 21 | Marke : Shimano | Typ : Tourney
Umwerfer Ausführung : 3-fach | Marke : Shimano | Typ : Tourney
Schalthebel Marke : Shimano | Typ : Revo Shift
Kettenradgarnitur Marke : ProWheel | Typ : AL CX 170 | Übersetzung Blatt 1 : 24 – 42 | Übersetzung Blatt 2 : 34 | Übersetzung Blatt 3 : 42
Innenlager Marke : Thun | Typ : Jive S Patronenlager, gedichtet | Bauart : Kompakt
Kette Marke : KMC
Zahnkranz Marke : Shimano | Typ : Tourney MFTZ 21 | Übersetzung : 14 – 28
Bremsen vorne Marke : Alhonga | Bauart : V-Brake
Bremsen hinten Marke : Alhonga | Bauart : V-Brake
Bremshebel Marke : Alhonga | Typ : Alu V-Brake Hebel
Lenker Bauart : Rise Bar
Vorbau Typ : 1 1/8 Zoll | Bauart : A-Head
Griffe Kraton 2K MTB Griffe
Steuersatz VP-A71
Sattel Velo Mountain Sport
Sattelstütze Bauart : Patentstütze | Material : Alu
Nabe vorne Typ : Alu KT-MTB, gedichtet, mit Schraubachse
Nabe hinten Typ : Alu KT-MTB, gedichtet, mit Schraubachse
Laufradgröße 26
Felgen Marke : Shining | Typ : A-M1 | Material : Aluminium | Bauart : Hohlkammer | Größe : 26
Reifen vorne Marke : Kenda | Typ : K-848 | Größe : 26 | Reifenbreite : 1.95
Reifen hinten Marke : Kenda | Typ : K-848 | Größe : 26 | Reifenbreite : 1.95
Pedale Comfort LU-206, kugelgelagert
Modelljahr 2015

Bilder des Anbieters

Optisch sehr ansprechend - Das Serious Rockville von Fahrrad.de in Black/Grey
Optisch sehr ansprechend – Das Serious Rockville von Fahrrad.de in Black/Grey
Die Shimano Tourney tut, was sie soll. Schalten.
Die Shimano Tourney tut, was sie soll. Schalten.
Prowheel liefert die Kurbel. Die Abstufung der 3fach-Kurbel bringt Dich auch auf bergigen Waldtrails weit nach oben.
Prowheel liefert die Kurbel. Die Abstufung der 3fach-Kurbel bringt Dich auch auf bergigen Waldtrails weit nach oben.

 

 

Kauftipp:
Serious Rockville von Fahrrad.de direkt bestellen:

(c) Bilder privat und fahrrad.de

[section_title title=Zustandsbericht nach 1 Jahr]

Serious Rockville 1 Jahr später – Wie sieht es aus?

Mit etwas mehr über 9 Monaten Nutzung ist das Serious Rockville nun im Einsatz. Fast täglich fährt es und wenn es steht, wird es zum Laternenparker. Studentennutzung halt. Doch was bleibt von einem Fahrrad in dieser Preisklasse nach fast einem Jahr übrig? Was sagt die Technik und hat sich der Kauf dennoch gelohnt?

Vorweg gesagt: Das Rad bekam keine Pflege. Es wurde benutzt aber selten ging mal ein Lappen drüber. Noch seltener beziehungsweise gar nicht, gab es Öl und Pflegemittel.

So sieht es derzeitig aus:

Serious Rockville - 10 Monate alt
Serious Rockville – 10 Monate alt

Der Rahmen zeigt sich an diesem Rad noch als Highlight. Fast Kratzerfrei, wenn man auf die Blessuren von Hauswänden und Fahrradständern mal absieht.

Am Lenker und an der Sattelstange schimmert leichter Rost unter dem Lack hindurch. Offensichtlich wurden die Teile sehr dünn lackiert. Die Federgabel tut’s noch, wobei hier zu bemerken ist, dass das Rad witterungstechnisch in diesem Winter relativ wenig Frost abbekommen hat und dies natürlich die Haltbarkeit der Komponenten erhöht. Wie vergleichbarere Räder aus südlicheren Gefilden aussehen, könnte man sich an dieser Stelle aber vorstellen.

Ganz anders kommen die beweglichen Teile daher.

serious_rockville_tretlager

Die Pedalen geben deutliche Geräusche von sich. Auch das Tretlager knarzt und knarrt bereits. Am Kettenblatt befindet sich Rost, der sicherlich auch in großen Teilen von der Kette übertragen wurde.

Das Ritzelpaket und die Kette am Serious Rockville nach 10 Monaten Nutzung ohne Pflege
Das Ritzelpaket und die Kette am Serious Rockville nach 10 Monaten Nutzung ohne Pflege

Augenkrebs gibt es an der Kette und an der Kassette. Billig spricht hier eine deutliche Sprache und wenn Pflege fehlt, sieht es dann so aus. Rost und der dringende Bedarf an einem Austausch.

Die Bremsen am Rockville
Die Bremsen am Rockville

Nicht viel besser sehen die Bremsen und auch die Schaltung aus. Abgefahren, überspannt und alles was glänzt wird langsam zu Rost. Die Zughüllen rosten wie üblich von innen und mangels Pflege und einem oder zwei Tropfen Öl auch entsprechend schnell. Höhere Reibung macht Schalten und Bremsen nicht gerade zum Kinderspiel.

Fazit:

Ziemlich erbärmlich nach noch nichteinmal einem Jahr. Pflege ist bei sehr preiswerten Rädern aus dem Internet das A und O, wenn man länger als nur ein paar wenige Monate damit Spaß haben will. Unser Beispiel hier ist erschreckend und zeigt es ganz offensichtlich. Es muss gepflegt werden.

Wer also so ein Serious Rockville hat, sollte mal ein wenig Arbeit reinstecken, damit es auch noch länger rollt.

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