Fahrradreparaturen – So vermeiden Sie Fehler

[section_title title=Fahrradreparaturen Intro]

Die Do-It-Yourself-Fahrradreparatur macht Spaß, macht uns stolz, zufrieden und stärkt unser Selbstbewußtsein. Nicht zuletzt spart sie zudem auch noch Geld. Dennoch gilt es, mögliche Fehlerquellen gleich von Anfang an auszuschließen, damit die Reparatur auch erfolgreich beendet werden kann. Wie Du übliche Fehler gleich verhindern kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

Fahrradreparaturen und Service leicht gemacht

Viele von uns reparieren das eigene Fahrrad oder den Familienfuhrpark selbst. Nicht immer läuft dabei alles reibungslos. Fehlerfrei ist bei den Reparaturen selten jemand. Selbst Profischrauber im Fachhandel machen Fehler. Bei denen sieht man es aber nicht.  Als Hobbyschrauber kann man einige Fehler allerdings auch leicht vermeiden, wenn man deren Quellen im Vorfeld beseitigt.

Wir haben die bekanntesten Schrauberfehler aufgedeckt und zeigen, wie man es richtig macht.

In der nachstehenden Box findest Du die häufigsten Fehler bei der Fahrradreparatur.

[section_title title=Der Arbeitsplatz]

Fehlerquelle Arbeitsplatz – sauber und trocken

Das Fahrrad besser am Montageständer reparieren
Das Fahrrad sollte auf einem Montageständer befestigt sein. Das ist bequem und man hat dadurch eine “dritte” Hand.

Grundlegend wichtig für eine erfolgreiche und schnelle Reparatur ist der Arbeitsplatz. Er sollte sauber sein und einen glatten Untergrund besitzen. Der Montageständer ist natürlich der ultimative Werkzeugtipp und dieser ist natürlich für die Arbeiten auch kippsicher aufgestellt. Auf keinem Fall sollte man Reparaturen auf Rasenflächen oder in schlecht ausgeleuchteten Räumen durchführen. Sollte mal eine Schraube oder ein Werkzeug herunterfallen, sucht man sich sprichwörtlich einen Wolf danach. Sauberkeit ist hier das A und O. Wenn schon draußen, dann ist eine Terasse deutlich besser geeignet als die Rasenfläche.

Tipp: Achten Sie auf einen sauberen, aufgeräumten und gut beleuchteten Arbeitsplatz. Der Montageständer sollte sicher und kippelfrei stehen.

[section_title title=Das Werkzeug]

Fehlerquelle Werkzeug – griffbereit und passend

Etwas Spezialwerkzeug für die Fahrradreparatur sollte man sich auf jeden Fall in die Hobbywerkstatt legen.
Etwas Spezialwerkzeug für die Fahrradreparatur sollte man sich auf jeden Fall in die Hobbywerkstatt legen.

Wer Reparaturen durchführt, weiß in der Regel auch vorher, was genau zu reparieren ist. Viele vergessen aber leider, sich für diese Reparaturen das notwendige Werkzeug vorher bereitzulegen.
Die Suche nach dem passenden Schlüssel kostet während der Reparatur wertvolle Zeit. Wenn dann das richtige Spezialwerkzeug auch noch gar nicht im Werkzeugsortiment ist, wird es richtig bitter. Gerade einige speziellere Reparaturen, wie der Austausch von Kurbellagern oder Kurbeln erfordern einen speziellen Abzieher.

Tipp: Legen Sie sich alles Werkzeug für die Arbeitsvorgänge bereits vor der Reparatur zurecht. Das spart Zeit bei der Arbeit und fehlendes Werkzeug wird sofort festgestellt, ohne dass man bereits das Rad halb auseinandergebaut hat.

[section_title title=Die Kettenreparatur]

Fehlerquelle Kettenreparatur – Falsche Länge und falscher Typ

Eine Fahrradkette sollte nicht so aussehen. Hier ist Ersatz angeraten.
Eine Fahrradkette sollte nicht so aussehen. Hier ist Ersatz angeraten.

Der Austausch einer verschlissenen Kette ist nicht schwer. Der Fachhandel hält für jeden Rad- und Schaltungstyp die passenden Ketten in unterschiedlichen Preisen und Qualitäten vorrätig. Hier berät der Fachmann professionell. Passende Kettenschlösser gibt es auch gleich mit dazu. Bei einer Selbstreparatur verwenden viele allerdings die Originallänge der neuen Kette und passen diese nicht an die wirklich benötigte Länge an. Ein schlechtes Schaltverhalten kann die Folge sein und eine zu lockere Kette ist auch und besonders bei Nabenschaltung gefährlich.

Tipp: Vergleichen Sie die alte Kette mit der neuen Kette, indem Sie beide nebeneinander auf einen Tisch legen. Das ist die einfachste Methode um die richtige Kettenlänge herauszufinden. Kürzen Sie die neue Kette gegebenenfalls.
Extratipp: Eine neue Kette vor der Montage mit einem fusselfreien Lappen vom Öl/Wachsgemisch des Herstellers befreien und nach der Montage mit üblichem Kettenfett behandeln.

[section_title title=Dreh- & Anzugsmomente]

Fehlerquelle Drehmoment – Weniger ist nicht mehr und nach fest kommt ab

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Viele Teile am Fahrrad haben schon seit längerem vorgeschriebene Anzugsdrehmomente für Bolzen auf die Teile gedruckt. Ob Lenkervorbau oder Sattelstütze – diese vorgegebenen Drehmomente sind keine Empfehlungen sondern Richtlinien! Wobei man hier allerdings leicht darunter bleiben sollte. Zuviel Anzugsmoment kann, besonders bei den modernen und sensiblen Carbonteilen können zu hohe Drehmomente ernsthafte Schäden am Material verursachen.

Tipp: Ohne richtigen Drehmomentenschlüssel funktioniert bei diesen Arbeiten nichts! Das Werkzeug ist hier das A und O. Bleiben sie minimal unter dem angegebenen Moment.Wenn kein Anzugsdrehmoment angegeben ist, versuchen Sie dieses durch eine Suche in der Anleitung und/oder Internet herauszufinden.
Fehlerquelle Altteile – Warum nicht gleich auch neu?

[section_title title=halbe Reparatur]

Fehlerquelle halbe Reparatur – Nicht am falschen Ende sparen

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Viele reparieren Räder und tauschen wirklich nur das, was benötigt wird. Beliebt ist hier beispielsweise der Tausch von Schaltungs- oder Bremsseilen. Dabei werden die Zughüllen gerne vergessen. Zughüllen haben leider oft die Eigenschaft, von innen zu rosten oder durch äußerliche Einwirkungen zu brechen. Beschädigungen sieht man durch den Plastikmantel über der Zughülle, die in der Regel aus einer Metallspirale besteht, nicht immer sofort. Wenn man schon bei den Zugseilen dabei ist, kann man hier für wenig Geld gleich neue Zughüllen verwenden.

Tipp: Kontrollieren Sie vor einer Reparatur, ob nicht zusätzliche Anbauteile bei diesem Arbeitsschritt auch gleich ausgetauscht werden können. Das spart enorm viel Zeit. Verwenden Sie Altteile nur wenn diese qualitativ einwandfrei sind oder es unbedingt nötig ist.
Extratipp: Vermeiden Sie die Unsitte, Seile von Bremse oder Schaltung eingekürzt vorne weiterzuverwenden, nur um etwas Kleingeld zu sparen.

[section_title title=Ersatzteile ]

Fehlerquelle Ersatzteile – Wer vergisst schraubt doppelt

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Immer wieder kommt es vor, dass bei der Montage Teile vergessen werden. Besonders Dichtungsringe, Unterlegscheiben, Federringe, Zughüllenendstücke oder die Kappen auf den Enden der Schalt- und Bremsseile sind hier die Favoriten. Das bedeutet hier doppelte Arbeit, wenn man es nicht rechtzeitig bemerkt. Zudem kann ein vergessenes Teil auch zum Sicherheitsrisiko werden – Stichwort: Federsperre zwischen Bremsbelägen an der Scheibenteile – oder das neue Ersatzteil vorzeitig oder gleich von Anfang an beschädigen.

Tipp: Bei der Demontage die Teile in die Reihenfolge des Ausbaus legen und dann im Reverse-Mode wieder zusammenbauen. So kann man nichts vergessen. Eine Haftnotiz zu bestimmten Teilen am Rad hat auch schon geholfen. Vor der Probefahrt nochmal schauen, ob nicht doch noch irgendwo ein Teil liegengeblieben ist.

[section_title title=Pflegemittel]

Fehlerquelle Pflegemittel – Öl nur da, wo es hingehört

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Viel hilft viel? Falsch! Bei der Pflege und Wartung kommt es immer wieder zu fehlern, die teilweise sogar lebensgefährlich werden können. Sprühöl in Aerosol-Dosen ist zwar eine nette Erfindung, doch man muss hier genau aufpassen, wo man es hinsprüht. Auch die Verwendung falscher Pflegemittel kann hier schwere Schäden hinterlassen. Pflegemittel enthalten unter Umständen Säuren, die eventuell auch Lacke oder Carbonteile angreifen können.

Tipp: Es gibt für jeden Bereich das richtige Mittel. Feinmechaniköl ist kein Kettenfett und Glasreiniger kein Lackveredler. Öl bitte nur dahin bringen, wo der Hersteller es empfiehlt. Decken Sie sensible Teile wie Scheibenbremsen gegebenenfalls bei der Pflege ab. Wischen Sie nach der Pflege gründlich mit einem saugfähigem Tuch über Felgenflanken und Scheibenbremsen.

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