Fahrradlicht im Praxistest [Serie] + [Updates]

[section_title title=fahrrad-lichttest-serie]

Der Sommer ist inzwischen auch kalendarisch durch und der Herbst hält überall Einzug. Höchste Zeit, das Fahrrad einmal gründlich auf Verkehrssicherheit zu überprüfen. Ganz wichtig dabei: Die Fahrradbeleuchtung. Wir testen in dieser Artikelserie verschiedene handelsübliche Strahler und Rückleuchten für Euch direkt in der Praxis.

Fahrradbeleuchtung in der Praxis – Licht im Test

Ein sicheres Fahrrad ist besonders in der dunklen Jahreszeit elementar wichtig. Auch wenn sich der Herbst am Tage noch von seiner “IndianSummer”-Seite zeigt, ist es für viele auf dem Weg zur Arbeit am Morgen schon wieder dunkel und auch auf der Rückfahrt ist bei vielen Radlern die Dämmerung oder gar Dunkelheit längst der Begleiter. Besonders der Beleuchtung am Fahrrad soll in dieser Artikelserie daher unser Augenmerk gelten.

Diverse Hersteller tummeln sich auf dem Markt und legen von Kernschrott bis zu HighTech-Innovationen ziemlich viel in die Händlerregale und Supermarktschütten. Doch was taugt das alles? Kann man damit wirklich in der Stadt und auf dunklen Radwegen fahren? Von Klemmlampen bis zu festen LED-Frontscheinwerfern haben wir in den letzten Monaten jede Menge Fahrradlampen gekauft. Eine reine Schopping-Gallore.

Ein besonders dunkler Radweg steht uns hier für Fotosessions zur Verfügung. Uns interessiert dabei natürlich der Lichtkegel, das Lichtbild im Allgemeinen, die Leuchtstärken und natürlich auch die mögliche Leuchtdauer batteriebetriebener Lampen. Ganz nebenbei testen wir natürlich auch, wie sich diese Lampen gegenüber denen schlagen, die von einem Nabendynamo angetrieben werden. Was taugt die serienmäßige Beleuchtung an den City-Rädern vom Fachhandel? Auch hier werden wir Euch zeigen, was Hersteller so verbauen und ob vielleicht Upgrades dringend notwendig wären. Gleichzeitig werden wir auch nochmal mit dem Crosser und dem Roadbike auf die Straßen gehen und Beleuchtung an Rädern testen, die doch schon etwas schneller unterwegs sind.

Sprungmarken zu einzelnen Produkten:

Sicheres Fahrrad – So sollte das Fahrrad im Herbst / Winter aufgestellt sein

 

Getestete Grüße

//O.F.

 

Alle Artikel dieser Serie erreicht Ihr in der Reihenfolge der Tests durch einen Klick in der grauen Box.

[section_title title=arcas-led-klemmlichter]

Lichttest am Fahrrad – Test 1 – arcas 2-LED Klemmlicht

Beginnen wir mal mit dem günstigstem Lichtset, was sich so in der Umgebung auftreiben ließ. Die örtliche MäcGeiz-Filiale hatte in den Schütten dieses Lichtset.

arcas 2-LED Lichtset für's Fahrrad
arcas 2-LED Lichtset für’s Fahrrad

Zwei LED’s in einem Klemmlicht – Das verspricht doch schon Fahrtauglichkeit, oder? Schlanke 3 Euro wurden dafür aufgerufen und unweigerlich stellt sich die Frage: “Was bekommt man für’s Geld?”

Wir haben gleich zwei Sets gekauft. Man weiß ja nie, doch dazu später.

Diese Klemmlichter sind bei Radfahrern und besonders bei Schülern sehr beliebt. Schnell dran und noch schneller wieder ab. Das Silikon-Klemmband passt um alle üblichen Rohrdurchmesser und solange die Rennleitung diese Dinger auch als Beleuchtung am MTB oder an der Stadtschlampe akzeptiert und nichts sagt, scheint ja alles in Ordnung.

Klemmlicht am Fahrrad - Frontmontage
Klemmlicht am Fahrrad – Frontmontage
Fahrrad Klemmlicht - Montage hinten
Fahrrad Klemmlicht – Montage hinten

Wir haben uns also mal zwei Set’s gekauft und eines am, gerade fertiggestellten KS-Cycling Eigenbau Cyclocross Fahrrad, montiert. Soweit ist das alles kein Ding und kann auch von 8-jährigen realisiert werden. Auf der Packung findet man keine Information zur STVO-Zulassung. Dafür aber die Info, dass 2 LED’s je Lampe verbaut sind und 3 Leuchtfunktionen zur Verfügung stehen.

Diese Leuchtfunktionen bedeuten in diesem Fall: starres Leuchten, Blinkfunktion langsam und Blinkfunktion schnell (flashing).

Ok. Doch wie sieht es aus, wenn es wirklich dunkel wird? Machen wir den Test!

LED-Leuchtset in der Nacht - erstmal sieht das ganz brauchbar aus.
LED-Leuchtset in der Nacht – erstmal sieht das ganz brauchbar aus.

Als der Test stattfinden sollte, regnete es natürlich. Warum auch nicht? Irgendwas ist ja immer. Ok. Wie man sieht, kann man das Fahrrad mit den Lampen gut erkennen. Der Blitz der Kamera machte das Bild zwar jetzt auch nicht besser, doch nach hinten heraus ist die Helligkeit gut und nach vorne scheint es auch zu funktionieren. Fahren wir mal zu einem dunklen Radweg und schauen mal nach dem Licht, wenn wirklich keine Straßenbeleuchtung und auch der Mond kein Gegenlicht bilden kann.

Lichttest mit LED-Klemmlichtern.
Lichttest mit LED-Klemmlichtern.

Schon auf dem Weg zum Radweg machte sich Ernüchterung breit. Wie auf den Bildern erkennbar ist, kommt da nicht viel. Ein schwacher Lichtkegel, der den Namen eigentlich nicht verdient. Die LED-Lampen an der Front werfen ein diffuses Licht ohne richtiges Lichtbild und auch die Reichweite ist nicht besonders gut. In diesem Fall ist der Lichtpunkt ca. 2 bis 3 Meter vor dem Rad. Weiter nach vorne gestellt, machte ihn noch schwächer. Da sich die Kameraposition ungefähr in Kopfhöhe befindet, stellt man auch unglaublich hohe Gegenblendung der LED-Lampen fest. Als Brillenträger ist das richtig störend.  Wie bereits erwähnt, haben wir ja zwei Set’s gekauft. Wie wäre es, wenn wir das zweite LED-Licht mal einschalten?

Lichttest am Fahrrad - 2 Klemmlichter mit je 2 LED's gleichzeitig geschaltet.
Lichttest am Fahrrad – 2 Klemmlichter mit je 2 LED’s gleichzeitig geschaltet.

Ja, eindeutig heller. Im Auge! Bäääh, das ist unterirdisch.

Soviel mehr Licht nach vorne bekommen wir auch mit zwei Lampen nicht. Ich stelle mir jetzt vor, mit dem Crosser auf Radwegen ca. 25 bis 35 km/h zu fahren. Damit wäre ich wahrscheinlich schneller auf der Nase als mir lieb wäre. Die Blendwirkung beider Klemmlichter ist wirklich abartig! Man müsste da eventuell mit schwarzem Elektrikertape was drüberkleben. So ist das auf keinen Fall ordentlich fahrbahr. Auch hier wurde der Lichtkegel erheblich schlechter, als die Lampen auf ca. 4 bis 5 Meter Abstand hochgedreht wurden.

Aus der Entfernung betrachtet, ist das Fahrrad einige Meter weit zu erkennen. Das bedeutet, dass die Funktion “gesehen werden”, durchaus erfüllt wird. Aber “sehen” ist damit nicht möglich. Keine Reflektoren an den LED’s und ein sehr diffuses Licht, selbst mit zwei Lampen – also 4 LED’s -, bringt hier kein Sicherheitsgefühl.

Für die Betrachtung nach hinten muss man allerdings sagen, dass das Rücklicht durchaus tauglich ist. Es wirkt deutlich heller und auch bei Regen ist das Rad fast schon aus 100 Metern Entfernung erkennbar. Die Doppelmontage machte auch hier einen noch besseren Eindruck.

FAZIT LED-Klemmlichter Lichttest am Fahrrad

Unser Fazit kann gar nicht anders ausfallen als:

FINGER WEG von solchen Silikon-Klemmlichtern!

Mal abgesehen von der Unzulässigkeit im Bereich der STVO ist das Licht zu schlecht, um auch nur ein paar hundert Meter damit ordentlich und vor allem sicher fahren zu können.

Bei Licht geht es immer um “sehen” und “gesehen werden”. Sehen ist mit Klemmlichtern fast unmöglich und wer schneller mit dem Rad unterwegs ist, als die übliche Schrittgeschwindigkeit, hat im Falle einer Kante, eines Scherbenhaufens, einer Pfütze oder einem Schlaglochs, kaum die Chance hier rechtzeitig ausweichen zu können. Stürze sind vorprogrammiert und der Fahrspaß sowieso gleich Null!

Unsere Testfahrt auf dem sehr dunklen Radweg war auch schon bei mittlerer Geschwindigkeit eher eine “Fahrt auf gut Glück”. Spaßig war das nicht und sicher schon gar nicht. Die Blendwirkung der LED-Lampen ist extrem störend!

Diese Teile taugen bestenfalls, wenn man definitiv noch in anfänglicher Dämmerung fährt. Dann wird man ausreichend gut gesehen und hat auch nach hinten die Lampe für den nachfolgenden Verkehr an. Wenn die Dämmerung voranschreitet oder es schon dunkel wird, sind diese Lampen absolut ungeeignet. Spart Euch das Geld für solche Lampen und investiert lieber in was besseres.

Übrigens: Der Fachhandel hat immer ein großes Sortiment an verschiedenen Lampen vorrätig. Schaut doch einfach mal dort vorbei.

 

Verklemmte Grüße

//O.F.

Schauen wir uns das nächste Produkt an. Weiter geht’s in der Box.

[section_title title=Sigma Lightster Batterielicht]

Lichttest am Fahrrad – Test 2 – Sigma Lightster – LED Klemmlicht

Wieder ein neues Licht und diesmal die Hoffung, dass es deutlich besser wird, als die Billigheimer-LED’s von der Centbörse. Diesmal testen wir eine ältere Version einer Sigma Lightster mit Batterie.

Sigma Lighster Fahrradlicht mit optionalen Batterien
Sigma Lighster Fahrradlicht mit optionalen Batterien

Bei diesem Fahrradlicht müssen wir vorab sagen, dass es sich hierbei um ein älteres Modell handelt. Der Fachhandel führt es oft noch und auch im Internethandel sind diese Lampen noch reichlich vorhanden. Sigma selbst, bietet aber keine Fahrradbeleuchtung mit optionaler Batteriebestückung mehr an. Die aktuellen Geräte haben teilweise USB-Ladefunktion und immer auch integrierte Akkus. Dies nur soweit als Hinweis.

Ok. Ein paar Euronen wechselten im Laden den Besitzer und wir können uns an den Test machen.

Bei der LED-Frontleuchte Lightster von Sigma aus der älteren Gerneration ist eine Leuchtleistung von 20 Lux und eine Reichweite von 30 Meter angegeben. Na wie gut, dass es am heutigem Abend auch noch regnet und man die Reichweite so recht präzise erkennen kann, da die Wege durch die Nässe nicht durch Selbstreflektierung den Eindruck verfälschen.

Die Montage:

Die Montage ist recht einfach. Der Klipper wird einfach um den Lenker gelegt. Dabei passt er auf alle üblichen Lenkerdurchmesser und kann auch ser fest eingestellt werden. Die Lampe ist von der Halterung abnehmbar.

Sigma Lighster montiert - passt auf alle gängigen Lenkerduchmesser
Sigma Lighster montiert – passt auf alle gängigen Lenkerduchmesser

Die hintere Klappe bekommt man auch ganz leicht auf und wieder verschlossen. Soweit ist das Handling als sehr gut zu bewerten. Diese Lampe wurde bereits in 2011 und später in verschiedenen Tests als gut bewertet. Der Einschaltknopf ist oben und groß genug, um auch mit Handschuhen bedienbar zu sein. Das Gewicht ist sehr gering und wird eben nur durch die 4 AA-Batterien (nicht im Lieferumfang) angehoben. Die Leuchtdauer ist mit mehreren Stunden angegeben. Ob das die gekauften Billig-Batterien wirklich bringen, wollte ich an der Stelle aber nicht herausfinden und vertraue da mal auf die Herstellerangabe von plus minus 2 Stunden.

Dieses Modell verfügt über eine Aufladebuchse für Universalnetzteile. Dies ist zwar nicht im Lieferumfang, lässt aber die Verwendung von Akku-Batterien zu und die schnelle Ladung in der Garage oder im Keller. Dieses Feature kann bei täglicher Nutzung durchaus angenehm werden, wenn man nicht alle Nase lang Batterien nachkaufen will.

Was sind jetzt 20Lux in der Dunkelheit wirklich?

Gleiches Gebüsch – Gleiche Wetterlage. Und?

Homogenes Lichtbild an der Sigma Lightster
Homogenes Lichtbild an der Sigma Lightster

Wie Ihr seht, seht ihr viel. In diesem Falle ist der Kern des Lichtkegels ca. 5 Meter vor dem Rad. Der Blitz vom iPhone hat nur die Lenkergriffe aufgehellt und nicht die Umgebung. Man sieht aber auch deutlich, dass es keine störende Reflektierung aus der Lampenkante gibt. Das Lichtbild ist an dieser Position ca. 1,3 Meter breit und 1,6 bis 1,8 Meter lang. Das genügt eigentlich für unbeleuchtete Radwege in der Stadt.

Beim Weitentest sah die Sache aber etwas anders aus. Leider ist das auf dem Foto schlecht zu sehen, doch der Lichtkegel bei etwas höher gestellter Lampe ist nach 12 Metern kaum noch bzw. noch geradezu fahrbar zu erkennen. Die angegebenen 30 Meter Leuchtweite sehe ich hier definitiv nicht. Ja,ich konnte ein Auto in ca. 30 Meter auf einem dunklen Parkplatz anstrahlen und somit erkennen, doch der Weg dahin blieb dunkel und somit ist diese Lichteinstellung absolut für die Brause. Es nützt nichts, wenn man punktuell weit leuchten kann und dann in einen Graben fährt, den man nicht gesehen hat.

Leuchtweitentest mit der älteren Sigma Lightster
Leuchtweitentest mit der älteren Sigma Lightster

Also das Licht wieder auf eine akzeptable 12-Meter-Entfernung gestellt. Dies bedeutet aber auch, dass man sich die Störungen im Weg merken muss und sich bei der Fahrt darauf einstellen muss, dass das Hindernis/Ärgernis soundsoviele Sekunden nach dem Verlassen des Lichtfeldes auch kommt. Etwas schwierig bei unbefestigten Wegen. Die einzige Lösung hierfür – zwei Lampen. Eine für weit und eine für den Nahbereich. Die angegebene Leuchtweite mag im Sommer bei trockenen Wegen in der Nacht noch hinhauen, doch bei Regenwetter und lichtsaugenden Oberflächen ist 35Meter viel zu hoch angegeben. Zudem ist der Lichtkegel schon ab 12 Meter kaum noch nutzbar. Daher werden viele diesen wohl auf 5 bis 7 Meter einstellen. Hier macht sie aber ein gutes Lichtbild und leuchtet sehr homogen aus. Die Feldbreite und Feldlänge ist angenehm und hell ausgeleuchtet. Das passt soweit. Nur muss man nun wieder etwas langsamer fahren. Für Rennradfahrer oder MTB’ler in Waldtrails ist das nicht wirklich gedacht. Das Rad selbst war auch aus einer Entfernung von über 100 Metern von vorne noch gut sichtbar. Auch das funktioniert. Bei trockener Fahrbahn und bekannten und gewohnten Strecken, kann man das Licht wieder etwas höher drehen und dort auch die 20 bis 25 Meter Leuchtweite erreichen. Bei Regenwetter funktioniert das aber leider nicht.

Sehen und gesehen werden. Beide Grundfaktoren der Lichttechnik am Fahrrad erfüllt.

Fazit:

20 Lux sind schon ordentlich und in meinen Augen das Minimum an Lichtstärke am Rad. Viele Hersteller verbauen serienmäßig an City-Rädern deutlich weniger. Um aber auch in wirklich dunkler Umgebung fahren zu können, bedarf es hier aber schon einer ordentlichen Lichtstärke.

Wie erwähnt, ist das hier ein älteres, aber weit verbreitetes Modell. Zudem noch Einstiegsbereich. Die angegebenen 27,90€ auf dem Preisschild sind noch relativ moderat und fair für die Lichtausbeute. Man kann diese Sigma Lightster durchaus nutzen und empfehlen.  Besser als die Silikon-LED-Lichter auf jeden Fall und um einiges Besser, als manche Supermarktfunzeln. Wichtig und richtig gut ist die Zulassung im Bereich der STVO in Deutschland. Hier gibt es auf jeden Fall auch für Beamte nichts zu beanstanden.

Wir sind gespannt, wie sich aktuelle Modelle von Sigma und auch Supermarktprodukte in Kürze im Vergleich so zeigen werden.

Getestete Grüße

//O.F.

Weiter geht es in der grauen Box.

[section_title title=Sigma Lightster USB im Test]

Sigma Lightster USB Fahrradlicht im Test

Eine größere Lieferung des renomierten Zuberhörstellers Sigma stellt uns weitere Lampen zur Verfügung. Wir werden diese nach den Tests zurücksenden müssen. Die Teststellung beeinflußt aber in keiner Weise unsere Objektivität, da wir hier noch eine Vielzahl anderer Lampen (AXA, Garmin, Prophete und diverse fest zu montierende Leuchten) zur Verfügung haben und für unseren Praxistest ausschließlich die Lichtbilder und Leuchtweiten relevant sind.

Das aktuelle Modell Lightster USB von Sigma ging zuerst auf das Crossbike und in der Nacht auf die Wiese.  Fotografiert wurde wieder mit dem iPhone 5, da dieses die Nachtbilder noch nicht korrigieren kann.

[IMG OVP]

Die Montage der Lightster ist, wie auch bei dem Vorgängermodell durch die stabile Lenkerklemme und Gummis darunter realisierbar. Werkzeug ist nicht erforderlich und die Lampe kann an Schulen oder zum Aufladen von der Halterung entfernt werden. Wenn man die Befestigung ordentlich zudrückt, wackelt auch nichts bei gröberen Straßen, Kanten oder Waldwegen. Man muss das Licht nicht ständig nachkorrigieren. Das sitzt dann richtig fest.

Am Lenker macht die Lightster eine gute Figur. Größentechnisch so ungefähr wie ein halbes Samsung S-irgendwas mini-Smartphone und etwas dicker. Aber keinesfalls störend und auch nicht so bullig wie die frühere Lighster mit Batterien aus dem vorangegangenen Test. Schon fast edel. Wir haben sogar die Schutzfolien draufgelassen.

Die Sigma Lightster USB am Lenker
Die Sigma Lightster USB am Lenker
Schlank und leicht am Lenker - Sigma Lightster USB Fahrradlicht
Schlank und leicht am Lenker – Sigma Lightster USB Fahrradlicht

Hübsches Bild bei Tageslicht. Doch wie sieht es nun in der Nacht aus? Dem gehen wir doch glatt nach. Vorher darf man die Lightster aber ersteinmal mit dem mitgeliefertem USB-Ladekabel und seinem Handy-Ladegerät auf den gewünschten Batteriestrom bringen.

In der Nacht zeigt sich dann dieses Bild. Übrigens regnete es auch an diesem Testtag und die Umgebung war entsprechend nass und dadurch auch dunkler als in romantischen Hochsommernächten mit jeder Menge Staub und Pollen auf den Wegen. Ideale Testbedingungen in der Praxis also.

Sigma Lightster USB von oben eingeschaltet. Keinerlei Blendwirkung.
Sigma Lightster USB von oben eingeschaltet. Keinerlei Blendwirkung.
Ein recht runder Lichtkegel an der Sigma Lighster USB. mit verschiedenen Lichtzonen. Viel Helligkeit für Radfahrer.
Ein recht runder Lichtkegel an der Sigma Lighster USB. mit verschiedenen Lichtzonen. Viel Helligkeit für Radfahrer.

Der Lichtkegel ist wieder 5 bis 8 Meter vor dem Rad auf den Boden gerichtet. Er ist sehr hell, doch nicht sehr groß. Man kann die unterschiedlichen Lichtzonen aber gut erkennen und auch das Auge erkennt sogar den austretenden Lichtstrahl. Da ist schon gut Power drin. Persönlich sagt mir das Lichtbild der Batterieversion deutlich besser zu. Die Helligkeit bei der Lightster USB ist aber hervorragend und übertrifft das Lichtbild der Batterievariante um Längen.

Leuchtweitentest auf einer Wiese. Die Herstellerangaben der Sigma Lightster USB stimmen.
Leuchtweitentest auf einer Wiese. Die Herstellerangaben der Sigma Lightster USB stimmen.

Der Weitentest passt soweit. Auch wenn das iPhone in seiner 5er-Version deutlich schlechter ist als das menschliche Auge, kann man wohl gut sehen, dass man weit genug sieht. Die angegebene Weite von Sigma kann ich doch durchaus bestätigen. Dass passt. Der Lichtkegel wird auch hier dann etwas breiter und die unterschiedlichen Zonen sind für den Radfahrer gut erkennbar.

Fazit:

Die Lightster USB von Sigma eignet sich – für meine Begriffe – hervorragend für die Stadt und die Fahrt über kurze unbefestigte Radwege. Bei diesen kann man, alles noch rechtzeitig erkennen und ist, so man denn nicht übermäßig schnell unterwegs ist, auch sicher vor Schlaglöchern, Ästen und sonstigen Störungen.  Das Lichtbild ist sehr hell und leuchtet besonders Radwege hervorragend aus.

Die Lichtfelder sind gut erkennbar und bieten auch in einer Weiteneinstellung ausreichend Sicht vor den Hauptkegel und im Nahbereich vor das Rad. Was man gesehen hat was kommt, bleibt auch sichtbar und verschwindet nicht noch einmal kurz im Nirvana von irgendwelchen Dunkelzonen. Der Bereich vor dem Rad ist etwas diffus aber eben ausreichend. Die STVzO-Zulassung für dieses Produkt lässt auch die Herren in Blau nicht meckern.

Das Passt soweit und für einen Preis von ca. 30,- Euro (online evtl. etwas günstiger) ist das eine absolut verwendbare Lampe für den Weg zur Arbeit bei Dunkelheit.

Machen wir in den nächsten Abschnitten mal mit weiteren Sigma-Fahrradlampen weiter.

[section_title title=Sigma Roadster USB im Test]

comming soon

 

[section_title title=Sigma Buster HL100 im Test]

comming soon

 

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