Die größten Einsteigerfehler im Radsport

[section_title title=Serie Die größten Anfängerfehler ]

Jeden Tag kann man sie mehr sehen. Radler auf nagelneuen Bikes und meistens dann auch in nagelneuem Outfit. Doch viele von denen werden mit dem Rad und dem Sport nicht glücklich und lassen es schnell wieder. Damit das bei Dir nicht passiert, zeigen wir Dir hier die häufigsten Fehler der Einsteiger und geben Dir wertvolle Tipps, wie Du sie vermeiden kannst.

Die größten Anfängerfehler im Radsport

Das Frühjahr und der Sommer ist bekanntlich die Hauptverkaufszeit für Räder. Fast jeder will einen neuen Drahtesel und meistens stimmt er ihn immer mit dem geplanten Verwendungszweck ab. Wir hatten ja hier bereits einige Tipps zum Fahrradkauf veröffentlicht. Nicht wenige wenden sich in dieser Zeit auch dem Radsport zu. Crossbikes, Rennräder und Cyclocrosser gehen fast nur in dieser Zeit beim Händler über den Ladentisch. Doch viele werden mit dem, vielleicht auch als Zweitrad zugelegtem, Sportrad nicht wirklich glücklich und geben den Sport wieder auf.

Die Gründe für die Aufgabe sind meistens verschieden, doch fast immer sind die Radler einem oder gleich allen Anfängerfehlern unterlegen. Im Herbst findet man dann oft massenhaft gebrauchte Räder in den Kleinanzeigenteilen oder im regionalen Internet.

Das muss alles nicht sein, wenn man die größten Anfängerfehler kennt und diese vermeidet. Lies die nächsten Abschnitte in dieser Artikelserie und Du wirst auch im Herbst und Winter noch Spaß am Radsport haben.

[section_title title= 1 – Das falsche Fahrrad]

Das (falsche) Fahrrad? – Richtiges Material für verschiedene Trainingseinheiten

Gleich vorweg: Ein falsches Fahrrad gibt es eigentlich nicht. Nur hat jedes Rad einen bestimmten Zweck.

Ein großer Nachteil ist, dass Hersteller die Fahrräder so bauen, dass man sie deutschlandweit, europaweit und gar weltweit verkaufen kann. Oft ist das aber nicht optimal für das Training. Anpassungen an Strecke und örtliche Gegebenheiten sind oft im Nachgang notwendig.

Wenn Du komplett unzufrieden bist und Dein Rad aus dem Online-Versandhandel stammt, solltest Du nicht davor zurückschrecken es zurückzugeben und ein anderes auszuwählen. Oft hast Du bei Versenderbikes bis zu 100 Tage Rückgaberecht. Beim Kauf beim örtlichen Händler solltest Du Dich nach spätestens 14 Tagen entschieden haben.

Ein anderes Rad kaufen? Natürlich geht das. Ein Klassiker eignet sich hervorragend für das Wintertraining und kostet nicht die Welt. Zudem schütz er das – vielleicht recht teuer gekaufte – Sportgerät so vor den herbst- und winterlichen Witterungseinflüssen.  Wenn Dir der Radport und das Training bis hierher Spaß gebracht hat, denk darüber nach, was Du in den Wintermonaten machst und ob Du nicht vielleicht noch einen Cyclocrosser kaufen solltest. In den Kleinanzeigen gibt es oft alte, aber gute Rennräder aus Stahl.

Tipp: Schau mal in einschlägigen Radsportforen vorbei. Viele haben sich da ein neues Rad gekauft und geben das alte Gerät günstig ab. Sonst ist auch die Umrüstung des Rades auf die kalte Jahreszeit eine gute Alternative.

Was Du Dir jetzt vielleicht noch zulegen solltest:

  • Wettertaugliche Bereifung
  • streckenorientierte Bereifung
  • streckenorientierte Kassette
[section_title title=2 – Falsches Setup bringt keinen Spaß]

Falsches Setup – Besseres Bikefitting bringt Fahrspaß

Du hast das Rad gekauft, Sattel eingestellt und fährst einfach drauflos. Nach ein paar Kilometern kommen die Schmerzen. Nacken, Hintern, Oberschenkel, Schultern, Handgelenke, Knie – Alles schmerzt. Dabei passt doch die Rahmengröße und die Sattelhöhe – sagte der Verkäufer.

Ja, grundsätzlich schon, doch es gehört etwas mehr zur richtigen Einstellung eines sportlich benutzten Fahrrades. Allein die Sitzposition ist doch schon grundsätzlich anders, als auf Deinem Hollandrad-City-Thron. Bikefitting ist im Laden nicht zuende. Wenn Du ein paar Wochen zufrieden gefahren bist, kann es durchaus sein, dass die Probleme erst beginnen. Ursache ist die Veränderung Deines Körpers durch das Training. Muskeln werden aufgebaut, Fett wird verbrannt und der Körper streckt sich unter Umständen noch. Ein Austausch einiger Komponenten kann ein besseres und schöneres Fahrgefühl geben. Das gilt auch für Räder, die Dir 2000 Euro oder mehr aus der Brieftasche gezogen haben.

Tipp: Überprüfe regelmäßig das Fitting, ob das Bike noch zu Dir passt. Ein passendes Rad ist extrem wichtig für ein erfolgreiches und optimales Training und für Deine Motivation.

 Überprüfe Du Dein Fahrrad noch etwas optimieren kannst:

  • Passt das Modell des Sattels nicht mehr?
  • Kommst Du mit dem Lenker noch klar?
  • Passt der Vorbau oder muss hier ein längerer/kürzerer her?
  • Ist das Pedalsystem und die Pedale gut für Dich?
  • Passt die Bereifung oder wäre breiter vielleicht komfortabler?

 

[section_title title=3 – Falsche Kleidung]

Falsche Kleidung – Das Outfit ist wichtig

Mit dem Rennradtrikot, welches Du Dir zum Rad oder gleich danach noch gekauft hast, ist es leider nicht getan. Sport bedeutet auch immer etwas Investition in das Equipment und in diesem Falle in Kleidung.  Das Wetter ist nicht immer Eitel-Sonnenschein und auch im Sommer gibt es kühlere Tage und auch Regenwetter. Zum Herbst hinein….. Du kennst die Antwort bereits.

Die Kleidung ist ein entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Training oder auch, ob man überhaupt trainiert. Wenn ich keine langen Radsachen habe, kann ich bei kaltem Wind auch nur ungern auf die Straße. Sieht es möglicherweise nach Regen aus und mir fehlt eine Regenjacke, brauche ich auch nicht losfahren.

Kleidung ist das A und O dabei. Es darf für den Anfang auch bunt zusammengewürfelt sein oder teilweise aus dem Supermarkt, wenn es denn sein muss. Wichtig ist, man hat. Mehr in Marke und Qualität kann man später noch investieren.

Tipp: Sorge rechtzeitig für ein vollständiges Outfit für alle Wetterlagen. So kannst Du lange und zielgerichtet trainieren und musst Dir nicht um das Wetter sorgen machen. Möglicherweise dauert es eine Zeit, bis Du alles zusammen hast, doch mit vollständiger Trainingskleidung bist Du immer auf der sicheren Seite.

Was Du Dir unbedingt noch zulegen solltest:

  • Regenjacke / Windjacke – gibt es auch als Kombination
  • Überschuhe für ganz regnerische Tage
  • Anklemm-Schutzblech für’s Rennrad bzw. den Crosser
  • ein Set langes Trikot und lange Hose
  • Regenschutz für den Helm bei Bedarf
  • Softshell-Fahrradjacke für Temperaturen bis in die Minusgrade hinein
  • 2ten Satz Fahrradschuhe – vielleicht gleich Wintertauglich
  • Fahrradhandschuhe gibt es auch in lang mit geschlossenen Fingern.
  • Underlayer – Funktionsunterwäsche ist gerade in der Übergangssaison Frühjahr / Herbst wichtig.

 

[section_title title=4 – Langweiliges Equipment]

Equipment – Richtiges Fahrradzubehör macht das Training erfolgreicher

Ja gut. Der Tacho aus dem Supermarkt für 5,99€ zeigt Dir die Geschwindigkeit, die gefahrenen Kilometer und die Gesamtkilometer an. Toll. Aber auch langweilig und nicht besonders effizient.  Reicht Dir? Dann lies im nächsten Abschnitt weiter.

Doch wäre es nicht besser, wenn Du so ganz nebenbei auch Herzfrequenz und/oder Trittfrequenz wüsstest? Vielleicht ein Gerät, mit dem Du Deine Strecken mit Freunden in den Netzwerken teilen kannst? Das richtige Fahrradzubehör macht beim Training viel aus und bringt nicht nur Motivationsschübe sondern auch Leistungsplus.

Licht sollte ganz oben auf der Liste stehen, für den Fall, dass die Strecke durch Alleen geht oder am Abend etwas später wirdBordwerkzeug wird übrigens immer dann gebraucht, wenn man keines dabeihat. Spätestens bei der ersten Panne weißt Du, was Du Dir an den Sattel hängen solltest. Auch zu Hause solltest Du etwas Werkzeug vorhalten, um kleine Reparaturen selbst ausführen zu können. Und wenn das Wetter richtig schaixe ist, dann macht sich der Heimtrainer im Schlafzimmer auch ganz gut als Fahrbahnersatz.

Tipp: Vervollständige Dein Zubehör nach und nach aber konsequent. Es darf auch Qualität sein, wenn es um die Sicherheit geht.

Was Du Dir unbedingt an Fahrradzubehör zulegen solltest:

  • Licht vorne und hinten
  • Spritzschutz
  • Bordwerkzeug
  • Reparaturwerkzeug für zu Hause.
  • Rollentrainer
  • Navigationssystem GPS-Fahrradcomputer

 

[section_title title=5 – Motivationsloch ]

Mach Dein Motivationsloch zum Motivationshoch

Wir kennen das selbst gut. Man geht meistens spontan auf die Strecke und fährt damit seine Trainingsrunden eher alleine. Das motiviert nicht besonders. Zusätzlich stehen familiäre Termine an, die das Zeitfenster für das Training oder die Streckenwahl minimieren. Der Motivation auch nicht besonders zuträglich. Wenn die Rundenzeiten auf der Hausstrecke auch nicht jedesmal besser werden, verliert man ebenfalls schnell die Lust an der Strecke und am Training überhaupt. Innere Schweinehunde gibt es sowieso genug.

Was also tun?

Tipp: Versuche immer mit genügend Zeit und guter Laune in das Training zu starten. Stress und Hektik sind kontraproduktiv.

Wie Du Deine Motivation wieder hochbringen kannst:

  • Wähle Deine Strecken abwechselnd aus um nicht monoton auf einer Piste zu fahren
  • Wähle Deine Trainingszeiten variabel. Probiere mal andere Tageszeiten.
  • Erstelle einen lockeren Trainingsplan, der Dir Abwechslung verspricht
  • Suche Dir einen Radsportverein in Deiner Region. Gemeinsam geht es besser.
  • Fahre die Strecken Deiner Strava-Freunde nach
  • Vernetze Dich in Sportportalen und Foren
  • Lade Freunde zur gemeinsamen Ausfahrt ein
  • Schau Dir Radsport-Videos oder Übertragungen an
  • kaufe Dir neues Equipment oder Kleidung für Dein Rad oder Dich selbst.

 

(to be continued)

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