Cube AIM Pro 2019 Test – MTB für alle!

Ein neues MTB musste wieder her. So für den Winter und ein paar gepflegte Trails in den Wäldern der Umgebung. Die Wahl fiel wieder auf das AIM Pro von Cube. Ob es taugt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Cube AIM Pro 2019 Testbericht – Was taugt das Einsteiger-MTB? 

Irgendwie gelüstet es mich zur Zeit nach härteren Tracks als die, die ich mit dem Cyclocrosser je fahren könnte. Etwas Modder, Matsch und Dreck kann gelegentlich ja auch nicht schaden. Leider gibt es hier im Norden keine ordentlichen Bikeparks und nur wenige Eigenbau-Trails durch ein paar Wälder der näheren Umgebung. Schlecht sind die jetzt auch nicht und manchmal stößt das CX-Bike an seine Grenzen. Mein zweiter Hotspot in der Lüneburger Heide bringt da doch schon deutlich Spaß und in den letzten Jahren habe ich das mein oranges  Cube AIM Pro aus 2017 dafür schon irgendwie das eine oder andere mal schmerzlich vermisst. Es ging via Kleinanzeigen mit Verlust weg, da sich die Fahrbegleitung in Umständen befand und alleine fahren doch eher langweilig ist. Lang ist es her und jetzt steht ein neues Pferd im Stall. Natürlich hört es wieder auf den Namen AIM Pro und kommt aus dem Hause von Cube und es musste natürlich wieder ein 29er sein. 

Ein neues MTB stand schon auf dem Zettel für die neuen Trails um Winsen und Lüneburg herum ab dem nächsten Frühjahr, doch unverhofft kommt eben auch mal oft und so kam das Bike schon früher. Es hört mal wieder auf den hübschen Beinamen black’n’flashyellow. Ok, mal was Neues und passt auch ganz gut zum black’n’red Roadbike aus gleichem Hause. Der Zufall brachte mir das 2019er Modell als Schnäppchen direkt in die Sammlung.  449,-€ sind gewöhnlich fällig für die Einsteigerbikes bei Cube. Zubehör wie Ständer, Flaschenhalter, Beleuchtung und Schutzbleche für den Stadtverkehr natürlich noch nicht mit eingerechnet. Kein günstiger Spaß und gerade hier im Nordosten (Stralsund) mit allem drum und dran ist das auch fast ein halbes Monatsgehalt. Was bekommt man also für sein Geld bei oder von Cube?

Cube Aim Pro 2019

Schauen wir uns dieses MTB mal aus der Nähe an. 

Sprungmarken für Querleser:

  • Technisches – Montage und Ausstattung
  • Fahrbericht – Stadt, Land und Strand
  • Das große Fazit und Kritik
  • Herstellerangaben und Bilder
  • Upgrades und Tuning in der Nutzungszeit

Technisches – Montage und Ausstattung

Was bekommt man für knapp 500 Euronen für sein Geld? 

Auf jeden Fall ein fahrbares und sehr funktionales Mountainbike. Wir beschreiben hier wieder die Einsteigerklasse. Natürlich liegt diese preislich bei anderen Herstellern möglicherweise noch einen Tick unter dem Lila-Schein, doch Cube braucht sich mit seiner Komposition absolut nicht verstecken. Soweit können wir das Fazit schon einmal anfangen.  

Technisch gibt es diverse Schmankerl, die sich sehen lassen können. Von Tektro-Scheibenbremsen vorne und hinten, Schimano-Shifter-Set, einen Cube-eigenen-Sattel, AlexRims-Laufräder, hochwertige Schwalbe Smart Sam Bereifung und eine XTC-Federgabel. Das ist soweit schon ordentlich. Die Schaltung stammt von Shimano und auch das Tretwerk. Das ist alles schon sehr wertig. Eigenlabels am Aim Pro sind Lenker, Sattel, Sattelstütze und Pedale, Naben, sowie der Rahmen, der von Cube selbst entwickelt wurde. 

Herstellerangabe für das Gewicht sind 14,4kg laut Webseite. Da wir hier den größten, der verfügbaren Rahmengrößen mit 63cm haben, zeigte die Waage hier Glatte 16kg. Das ist schon eine ordentliche Abweichung, aber auch eher für Personen ab 1,90m gedacht.  Im Vergleich mit meinem alten orangen Aim Pro aus 2017 ist es gleichwertig. Viel verändert hat sich aber auch nicht. Das Fahrgefühl ist identisch. Doch dazu später noch mehr. 

Der Rahmen ist aus leichtem Aluminium und besitzt eine interne Kabelführung. Das macht optisch sehr viel her und wirkt auch alles sehr stimmig. Auch am Aim Pro kann ein Seitenständer montiert werden, welcher idealerweise aus dem Hause Cube kommt. Dieser hat eine speziell vorbereitete Aufnahme im Rahmen. Die Nähte sind sauber und stimmig am Lenkerrohr und Tretlager. Die Kurbel ist von Shimano und die Schaltungskomponenten ebenfalls. Die Verteilung von 3×8 mit hinterem Acera-Schaltwerk und vorderem Tourney-Umwerfer soll die Kette tanzen lassen.  

Hier ein paar Details:

Fahrbericht -Stadt, Land und Strand

Wenn wir ein MTB testen, dann wird es auch geprügelt. Das 2019er steht seinem Vorgänger hier von 2017 wirklich in Nichts nach. Es machte einfach Spaß und weil wir hier ja wissen, was Ihr sehen wollt…. 

Cube Aim Pro 2019

 

Im Stadtverkehr überzeugte es durch agiles Handling. Rucksack auf und dann ein paar Kilometer zur Arbeit in urbanen Gefilden? Kein Problem. Schlechte Straßen schluckt das 29er problemlos weg. Plattenwege, Gravel, Kopfsteinpflaster und Asphalt – alles kein Problem. 

Abseits der Straße wünscht man sich auf Trails vielleicht eine lockbare Federgabel. Die verbaute XCT von Suntour macht aber auch problemlos genau das, was sie soll. Die Aim Pro Einsteigerserie ist jetzt nicht für anspruchsvolle Downhill-Strecken gedacht und auch in Bikeparks sollte man vielleicht lieber die Anfängerstrecken fahren. Pro-Trails könnten durchaus Schäden am Fahrer und Rad hinterlassen. Der Sattel ist bequem genug und sehr universal. Wer es länger und vor allem sportlich nutzen will, sollte vielleicht über ein kleines Upgrade nachdenken.

Schutzbleche oder wenigstens Mud-Flaps machen zu dieser Jahreszeit sehr viel Sinn und Klemmbeleuchtung sollte vielleicht auch sein.  

Wenn wir schon bei Trails sind… in meinem hauseigenen Waldtrail im Kranichschutzgebiet und auch quer durch den heimischen Stadtwald machte es erwartungsgemäß eine sehr gute Figur. Der stabile Rahmen, die großen Räder mit den Schwalbe-Reifen ließen sich locker fahren und boten ein hohes Sicherheitsgefühl. Da werden sicher noch sehr viele Kilometer auf unbefestigtem Untergund hinzukommen. Gerade, da wir gerade den Power-November ausgerufen haben. 

 

 

 

Bitteschön. Das Bike an unseren üblichen und bekannten Fotospots.

(kommt, sobald das Wetter mal halbwegs akzeptabel ist) 

Das gr0ße Fazit und Kritik

Brauchbare MTB’s, die den Namen auch verdienen und auf Waldtrails oder Radwanderungen mithalten können kann Cube wirklich gut. Sogar oder gerade hier im Einsteigerbereich. Mit dem AIM Pro ist mit dem 2019er und auch mit dem 2020er Modell wieder ein Einsteigerbike gelungen, mit welchem man so einige Jahre richtig viel Spaß haben kann. Die Qualität überzeugt und die Ausstattung ist angemessen aber nicht in jedem Falle gut. Die Scheibenbremsen bedürfen fachmännische Wartung im Bedarfsfalle, greifen aber fest und sicher zu. Wenn nicht auch immer geräuschlos verzögern sie das Bike auf Trails aber sehr gut. Der Lenker ist mit seinen 66cm breit genug und bietet hervorragende Stabilität und ein gutes Handling. 

Eine lockbare Federgabel wäre nett gewesen und eventuell mal ein paar andere Reifen. Rocket Ron statt Smart Sam vielleicht oder was von Conti vielleicht. Größter Mangel in meinen Augen ist die Schaltung. Warum vorne Tourney und hinten Acera? Wer das Bike in rougherem Gelände benutzt wird schnell merken, wie sich die Umwerfer verstellen und in wichtigen Situationen vielleicht schnell auch Schaltfehler bekommen, die vielleicht auch zu stürzen führen könnten. Die Pedale hingegen sind groß genug und sehr griffig. Gegenüber meinem 2017er hat sich hier deutlich was verbessert. Damals waren sie viel zu klein und nichts für Füße ab Größe 45. Jetzt kam man von Anfang an darauf klar. 

Aber sonst? Du bekommst was für Dein Geld und das ist wertig. Man macht nichts falsch, wenn man mit diesem Bike den Cube-Store oder Fachhändler verlässt und man kann sich sicher sein, für die nächsten Jahre keine größeren Ärgernisse zu bekommen. Das ist löblich und freut das Bikerherz. 

Wir reden hier ja noch immer über die Einstiegsklasse. Cube kann das natürlich auch in höheren Preislagen mit anderen Ausstattungen. Die haben wir hier aber gerade nicht gewählt, sondern wieder ein Rad, was sich fast jeder unserer Leser sofort kaufen könnte. Die 16 Kilo sind schon heftig, der Sattel nicht für jede sportliche Tour geeignet, aber letztlich kommt man mit unter 450 Euronen aus dem Laden oder dem Online-Store. Was will man mehr?  Von uns dafür wieder ein klarer Kauftipp. 

Und nun? Na klar. 

Das Cube Attain vor der Gorch Fock in Stralsund

|Bild folgt, sobald das Wetter es zulässt| 

 

(war ja wohl klar 😉  ) 

Upgrades, Tipps  & Tuning in der Nutzungszeit

Bisher gibt es hier noch nicht viel zu berichten. Ein paar Schutzbleche und eine Klingel. Das war es bisher. 

Mehr kommt eventuell zu einem späteren Zeitpunkt

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