Anker für kleine Flitzer – Bremse für Laufräder

Was fühlt Ihr, wenn am Straßenrand ein kleine Steppke oder eine kleine Prinzessin, meterweit vor den Eltern auf einem Laufrad unterwegs ist? Richtig. Die Gefahr lauert an der nächsten Ecke. Doch es gibt eine Lösung. Zwei findige Männer haben den Kinder-Laufrädern eine Bremse verpasst. Mehr dazu in diesem Artikel.

Mehr Sicherheit für kleine Renner – Funkbremse für Laufräder

Jedes mal, wenn ich Kids auf einem Laufrad den Eltern vorauseilen sehe, kriege ich so ein leicht beklemmtes Gefühl. Ich halte die Dinger für sehr gefährlich und in der Regel haben die Geräte auch keine Bremsen. Auch wenn Laufräder eigentlich dazu gedacht sind, dass Kinder dem Schritt der Eltern mithalten können, bekommen diese alsbald mit etwas Übung und Talent ganz schnell mit, dass man damit auch fix unterwegs sein kann. Und wer seinem Knirps auf so einem Gerät schon einmal hinterher gerannt ist um ihn oder sie vor der nächsten Einmündung zum stehen zu bringen, da alle “Stopp”-Rufe wie gewöhnlich ungehört verhallen, weiß was ich meine.  

Meine eigenen Kinder hatten, vielleicht durch die Wohnsituationen seinerzeit, so etwas nie. Es hätte allerdings auch schon damals viel Überredungskunst gebraucht, dass ich der Anschaffung eines solchen Gerätes zustimme. Laufräder sind für Kleinkinder in vielen Fällen der erste Berührungspunkt mit zwei hintereinanderstehenden Rädern, Lenker, der neuen Fortbewegungsgeschwindigkeit und einem anderen Gleichgewichtsgefühl. Leider in nicht wenigen Fällen auch mit den ersten Stürzen, Kratzern und Schmerzen.

Doch wie kann man so ein Gerät zum stehen bringen? Es gibt Laufräder, die über eine Bremse verfügen, doch der Hebel ist für Kinderhände 3jähriger so schwer zu betätigen, dass diese Bremse so sinnlos ist wie Viagra gegen Lattenrost. Leider ist das auch bei Kinderfahrrädern immer wieder festzustellen. Die montierten Bremsen sind kaum durch die Benutzer zu betätigen. Hebel zu weit weg vom Griff, Druckpunkte zu schwer, Bremse zu schwach… Die Mängelliste zieht sich hier oft schon ab Werk. 

Einer, dieser hinterherrennenden Familienväter war Sebastian Lyschick. “Da muss es doch eine Möglichkeit geben..” dachte er sich und er erfand eine Bremse für diese Geräte. Er tüftelte herum und ersann ein Prinzip, welches einen Bremskeil auf das Rad fallen lässt. Und das ganze auch gleich noch mit Funkauslösung. Was eine sinnvolle und geniale Idee! Zusammen mit Julius Müller als Produzent brachte er seine Erfindung in Serienreife und letztlich auf den Markt.  Puky, der Weltmarktführer für Laufräder, übernimmt voller Überzeugung diese Erfindung in sein Programm mit und ohne Laufrad. Was für ein Erfolg. 

Wie das ganze funktioniert, könnt Ihr Euch hier in diesem kurzem Beitrag von BR24 ansehen. 

Habt Ihr auch einen kleinen Racer zu Hause, der gelegentlich ein wenig Einbremsung benötigt? Das Basis-Set mit einem Gerät, einer Fernbedienung und einem Handgelenkarmband ist schon für 59,90€ erhältlich. Viel Sicherheit für sehr wenig Geld!  

Hier geht es direkt zum jungen Unternehmen, wo man es auch direkt bestellen kann: MyStopy

Für mich ist das schon ein richtiger Anwärter auf das Produkt des Jahres und von mir gibt es dafür den: 

Also, bevor ich jetzt einem drei- oder vierjährigem Kind bei jeder Kreuzung oder Einmündung hinterher hechten würde, dann wäre das Teil bei mir definitiv an dessen Laufrad verbaut (wenn es denn eines hätte). In der Praxis kann ich das leider gerade nicht ausprobieren in Ermangelung eines Laufrades nebst verfügbaren Kindes, aber irgendwie bin ich ziemlich überzeugt von dieser Innovation Made in Germany. Diese kleine Erfindung kann Gefahrensituationen vermeiden und Verletzungen, Stürze oder gar schwere Unfälle verhindern. Die Gründer haben hierfür meinen vollsten Respekt und jede Anerkennung verdient. 

Abgebremste Grüße

//O.F. 

Foto: (c) mySTOPY

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